Januar und Februar 2006

Oasencampingplatz in MarokkoOasencampingplatz in Marokko

2. Testreise mit Robusto + Kawi

Mit voller Vorfreude und auch etwas Wehmut haben wir unseren Standplatz in Zürich verlassen und sind seit Ende 2005 auf Achse.

Im tiefsten Winter sind wir losgefahren und unser Nomadentum begann. Über Frankreich, Spanien und mit der Fähre ab Algeciras sind wir in Tanger/Marokko eingereist. Die wegen Überfällen gefürchteten Übernachtungen auf Autobahnraststätten haben wir ohne Zwischenfälle überstanden. Abends haben wir unseren Parkplatz gesucht und am Morgen waren wir umringt von WoMos (Wohnmobilen), die neben uns übernachtet hatten.

Über Teerstrassen fuhren wir entlang der Atlantikküste bis nach Sidi Akhfennir.

Im südlichen Landesteil haben wir Robusto und die Kawi auf Pistenfahrten von Foum Zguid über Mhamid nach Taouz erneut getestet. Steiniges und holpriges Gelände sowie ausgedehnte Weichsandfelder erforderten gute Bodenfreiheit und genug Motorenstärke. Bei Durchquerungen von kleineren Dünenergs konnte auch die Schaufel ihren Einsatz finden.

Die mit Büschen bewachsenen Queds und Schwemmtonebenen konnten wir wegen starker Regenfälle nur mit grösster Vorsicht befahren. Eine ausgedehnte Sebka, gefüllt mit Wasser hat uns unseren Anti-Schleuderkurs ins Gedächnis gerufen.

Übernachtet haben wir in Landschaften mit fantastisch geformten Steinen und eindrucksvollen Horizonten.

In Merzuga am Fusse der schönen Sanddünen des Erg Chebbi haben wir mehrere Tage ausgespannt und mit der Kawi unsere Spuren im Sand gezogen.

Über den hohen Atlas mit dem Pass Tizi-n-Tischka traten wir die Rückreise an. Dies ist eine sehr schöne Passstrecke, zum Teil sehr schmal und die Strassenränder oft nicht durch Leitplanken abgesichert. Da Teile der Fahrbahn abgebrochen sind, ist das Befahren bei Gegenverkehr nicht immer problemlos. Ein gewisses Mass an Schwindelfreiheit ist Voraussetzung, um diese Strecke wirklich geniessen zu können.

Die Künstler sowie die Garküchen in Marrakech haben uns wieder einmal mehr begeistert.

Auf der Rückreise nach Tanger sahen wir, wie schon öfter bei Regenwetter in Marokko, mehrere spektakuläre Unfälle. Nicht so aussergewöhnlich, wenn man erlebt, wie unbekümmert die Leute zu Fuss oder mit dem Fahrrad die Autobahn queren.

Die zweimonatige Marokkoreise war für uns in jeder Hinsicht interessant. Wir lernten die Finessen von Robusto noch besser kennen, die Erfahrungen mit Einheimischen waren sehr verschieden, für uns aber lehrreich. Wir selber lernen mit einer neuen Art von Zeit umzugehen. So sind wir noch offener für neue Erlebnisse.

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Es gibt keine Tätigkeit, die einem mehr in Anspruch nimmt als das Nichtstun in einer neuen, unbekannten Welt.
Nicolas Bouvier

Fotogalerie

Marokko: Februar 2006