August 2006

Valle de la Luna - ChileValle de la Luna - Chile

Pisco Sour

das Nationalgetränk haben wir gleich mal probiert. Zutaten: Traubenschnaps Pisco, Limonensaft, Eischnee und Zucker. Wahlweise 10/15 oder 20 Prozent Alkoholgehalt. Gut gekühlt. Man könnte süchtig werden.

Pneu 14.00 R20 XZL

Seit unserem Reifenplatzer zu Beginn unserer Reise in Argentinien haben wir nur Negatives über die Beschaffung und Erhältlichkeit unserer Reifendimension von anderen Reisenden erfahren. Nun, vor einigen Tagen haben wir Michelin Santiago Chile kontaktiert und gemeldet, dass wir einen Ersatzreifen benötigen und Garantie anmelden möchten. Mit der Auskunft (und wohlgemerkt, keiner spricht Englisch geschweige denn Deutsch) dass diese Grösse zur zeit bis zu 3 Monaten bzw. bis Ende Jahr Lieferzeit hat, hat sich Brigitte nicht abspeisen lassen. Mit dem Versprechen, man werde im Land einen lagernden Reifen suchen und uns Bescheid geben, haben wir uns einige Tage vertrösten lassen. Nachdem mehrere Nachfragen ergebnislos blieben, führte Brigittes nächstes Telefonat doch noch zu einem positiven Ergebnis. Ja ein Reifen sei in Iquique und werde für uns nach Antofagasta gebracht (diese Stadt läge näher auf unserer Route).

Wir waren gespannt. Tatsächlich haben wir unseren Michelin-Reifen erhalten. Wegen der Garantie müssen wir in Santiago bei Michelin noch vorsprechen. Was solls, wir haben wieder zwei Ersatzreifen, und dies zu einem sicher akzeptablen Preis.

Südlich von Antofagasta, wir haben unseren Lagerplatz für heute gefunden. Es sind auch Chileños am Strand.

Ein kleiner PKW kommt angefahren, Fahrer steigt aus, schiebt kleine Steine weg und fährt noch bis zu einem grossen Felsen rückwärts. Was sehen wir. Motorhaube wird geöffnet, Kofferraum wird geöffnet, es wird die Frontscheibe geputzt. Wir hören blechernes, klirrendes Geräusch = grosse Abfallentsorgung findet statt.
Brigitte besucht die bereits wieder abfahrbereite Familie. Nach dem Nachfragen, ob sie sich mit ihrem Tun wohl fühlen, ob sie diesen Abfall an der Playa befürworten, ob sie an die Zukunft ihrer Kinder denken, wird Alles rasant wieder eingeräumt und abgefahren

Schade, Chiles Strände sind oft mit Flaschen/Scherben und Abfall durch solches schlechtes, kurzsichtiges Verhalten stark versaut.

Sonne scheint, kühler Wind. Nach unserem Besuch im Strand-Restaurant, (Gartenbeiz, zwei Tische mit sechs roten Coca Cola Stühlen) leider war kein Fisch erhältlich und deshalb haben wir in unserer Küche Gulasch aus Rindsfilet gemacht. Wer kommt da an. Ein Fahrzeug vom 25 Km entfernten Hospital Chañaral, mit drei netten Herren. Ob wir Muscheln essen würden, war die Frage. Diese seien vergiftet. Wir bedankten uns für die Warnung, und genossen das Gulasch doppelt.

Nächsten Tag gab es dann Fisch in der Beiz, mit einem Cientovente 120 (trockener Weisser) und hausgemachten Pommes. Uns geht es immer noch glänzend.

Nachts bekommen wir in der Nähe unseres Lagerplatzes in einer einsamen Bucht Zuwachs. Morgens sehen wir dann zu, wie unsere Nachbarn, 6 Fischer, die 100 Meter von uns entfernt ihr Mannschaftszelt aufgestellt haben, mit ihren Netzen vom Land aus tätig sind. Als die erfolgreichen Fischer ihre Mittagsrast einlegen, köstlichen Fisch verspeisen, verkaufen sie uns einen Teil ihrer fangfrischen Ware.
Wie Einkauf im Delikatessen Laden, mit dem Unterschied von absoluter Frische. Einfach köstlich.

Brandheisser Käsekuchen

Heute gibt es als Abwechslung wieder mal ein Schweizer Gericht. Nach ca. 10 Minuten Backzeit hört Brigitte ein ständiges Knacken von unserem Schaltpaneel. Edy unterbricht die Aussenstromzufuhr. Ein brennender Geruch steigt uns in die Nase, können aber den Brandherd nicht feststellen. Käsekuchen kann es nicht sein, noch zuwenig braun.

Wir gehen unseren Dingen nach und plötzlich ruft Edy, gib mir ein Tuch raus. Der etwa 15 Meter entfernte Masten mit der Plastik-Steckdose und unser Zwischenstecker standen in Flammen.
Unsere interne, elektrische Anlage läuft perfekt, aber hier in La Serena war wohl die Campingabsicherung für den niedrigen Platz-Querschnitt zu hoch. Unser Backofen zupfte wohl zuviel Strom, was mindestens die zwei Stecker nicht vertrugen.

Der Käsekuchen wurde mit Inverterstrom perfekt braun, und hat wunderbar geschmeckt...

Schlaraffenland Jumbo

Ein kürzlich eingeweihter super moderner Jumbo hat uns sehr beeindruckt. Ein extremes Warenangebot aus allen Ländern, sogar Käsefondue von der Firma Fromalp aus Zollikofen, Vollkornbrot aus der vakuumierten Blechdose von Deutschland, riesige Obst und Früchtestände. An der Kassa werden die Waren in Säcke eingepackt und zwischenzeitlich sorgen Parkwächter mit Fahrrädern und Quads auf den Parkflächen für Sicherheit.

Alles ein bisschen amerikanisch...

Weckruf

Manchmal zwitscherts, trällerts oder pfeiffts. Jedes Mal ein nettes, abwechslungsreiches Gewecktwerden von den verschiedensten Vögeln. Die Chromstahl-Randabweiser scheinen eine bevorzugte Bühne zu sein. Ein Morgenkonzert der besonderen Art.

Hasta pronto
Edy und Brigitte

Fotogalerie

Chile: August 2006