März 2007

Termas Geometricas (CL)Termas Geometricas (CL)

Abschleppdienst Kawi Fortsetzung von Notizen Februar

Das Mail vom Subaru-Besitzer an uns lautete:
Wir sind über Chiloé hochgefahren. Nach dem Vulkan Osorno haben wir wieder nach Argentinien gewechselt und sind zuerst wegen schlechtem Wetter nach Bariloche in die Stadt gefahren. Da haben wir vor derselben Werkstatt vom Januar wieder geparkt und waren den ganzen Tag in der Stadt unterwegs. Am Abend lief der Wagen nicht mehr an. Der Mechaniker kam raus und schaute was nicht gut ist und reparierte nochmals den Alternator wie das letzte Mal. So haben wir den Montag nochmals in Bariloche verbracht. Am Abend kam die Rechnung ohne Arbeit! Als ich fragte, wo die Arbeit verrechnet sei, meinte er, dass es Garantie sei! Ich gab ihm ein Trinkgeld was er zuerst nicht wollte. Ich setzte mich durch, und das Geld blieb in der Werkstatt! Ist das nicht unglaublich? Wir sind genau 6'000km gefahren und er macht die Arbeiten auf Garantie! Wir geniessen es sehr und erleben immer so viel Nettes da in Argentinien! Der Wagen läuft wieder super! Gruss Jo und Maca.

Neugieriger Polizist

Auf einer Probefahrt mit Robusto in Deutschland wurden wir von der Polizei durch eine ganze Stadt verfolgt. Trotz mehrmaligem Spurwechsel blieb das Polizeifahrzeug hartnäckig hinter uns. Erst kurz vor einem Restaurant-Parkplatz überholte es uns, und die Polizisten signalisierten „Bitte folgen".

Die Anschuldigung wir hätten mit Robusto - einem LKW - die ausserorts erlaubte Höchstgeschwindigkeit überschritten, dementierte Edy. Unsere Zulassungspapiere seien für ein Wohnmobil ausgestellt und somit gelten die Bestimmungen wie für Busse. Die Polizisten konnten, oder wollten dieser Aussage nichts entgegensetzen. Sie meinten, sie wären eigentlich nur an dem tollen Fahrzeug interessiert. Eine ausführliche Demonstration und Fachsimpeln war die Folge.

Nun, 1 1/2 Jahre später erhalten wir ein Mail mit: Viele Grüße vom Polizisten aus Passau (der, der sich so für Euer Auto interessiert hat).
Es gibt sie immer noch, die netten Hüter des Gesetzes!

Klaus und Claudia: www.abgefahren.info

1981 sind sie mit zwei Motorrädern für ein Jahr losgefahren. Nach 16 Jahren und einer Reise um die ganze Welt kamen sie erst 1997 wieder nach Deutschland zurück. Ein Abenteuer, von dem viele ein Leben lang träumen.

In ihrem neuen Zuhause in Argentinien haben wir die beiden und ihre zwei Töchter besucht. Gespannt haben wir den Erzählungen zugehört und sind tief beeindruckt von ihren Erlebnissen. Ihr Buch „Abgefahren" vom www.kiwi-koeln.de Verlag, haben wir mit Begeisterung verschlungen.

Gas gegen Bremsen...

Mineralwasser, Salat, Gewürze und Früchte fehlten. So zischte Edy mal schnell mit der Kawi los, um die Sachen im nahe gelegenen Supermercado zu besorgen. Ohne Handschuhe, ohne Sturzhelm, aber mit den Einkaufstaschen am Lenker, kam er auf den Campingplatz zurück.

Plötzlich bewegte sich Robusto heftig. Was war los. Die Einkaufstaschen hatten den Daumen-Gashebel auf Vollgas blockiert. Edy's Versuche, die Kawi mit der Hand- und Fussbremse trotzdem zu stoppen, schlugen fehl. Nur Robusto verhinderte ein unkontrolliertes Weiterfahren. Andere Reisende staunten nicht schlecht über den Stunt, den der Kawi-Fahrer da vorführte! Tiefe Spuren im aufgewühlten Erdreich waren zu besichtigen. Fahrer und Fahrzeuge kamen glücklicherweise schadlos davon.

Forellenkönig

06.00 Uhr morgens ging's los zum Lago Steffen. Mit einem Schlauchboot und insgesamt 5 Personen war Edy einen Tag beim Fischen mit dabei. Regel war, nur Zwei durften gleichzeitig vom Boot aus angeln und bei Erfolg durfte der Nächste dann sein Glück versuchen. Geangelt wurde auch vom wunderschönen Mittagsplatz aus.

Edy holte 10 Forellen aus den Gewässern und wurde am nächsten Tag beim Fischabendessen als Forellenkönig betitelt.

Raritäten....

In San Martin de los Andes sehen wir einen Konvoi von alten Ford Falcons. Voraus die Polizei mit Blaulicht und Sirene, dazwischen die rund zwanzig mehr oder weniger gepflegten Ford's, und zuhinterst mit Trari-trara noch ein Feuerwehrwagen mit Drehleiter. Ein Clubtreffen von Autoliebhabern. Es ging weniger um original verwendete Teile, als vielmehr um das Aufladen der Motoren und um möglichst laute Auspufftöpfe.

Grundsätzlich staunen wir in Argentinien oft, wie schon sehr kleine Fahrzeuge riesigen Lärm veranstalten können.

Raritäten sieht man hier jeden Tag. Mehrheitlich wären sie eine Horrorvorstellung für jeden Europäischen Polizisten oder Motorfahrzeugkontrollbeamten. Es tönt, lottert, knattert und qualmt, aber die Dinger fahren. Das einzig Leise ist der Rost.

Auch viele Bus-Raritäten sieht man als umgebaute Wohnmobile. Autobusse, welche die gesetzlichen Bestimmungen für den Transport von Personen im öffentlichen Verkehr nicht mehr erfüllen, werden oft sehr liebe- und fantasievoll zu Wohnmobilen umgebaut.

Trotz den teilweise kritischen Fahrzeugzuständen haben wir bisher noch keinen Unfall mit Oldtimern gesehen. Jedoch schon einige Selbstunfälle mit neueren 4x4 Geländewagen, dessen Fahrer ihre Fahrkünste auf Schotterpisten überschätzt haben.

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„Was macht ihr mit dem grossen Armeefahrzeug?"

Unsere Antwort: „Wir reisen damit und leben darin".

Fotogalerie

Argentinien - Chile: März 2007