Nationalpark Los CardonesNationalpark Los Cardones

Grenzverkehr Paraguay Ciudad del Este

Während Brigitte die Grenzformalitäten alleine bewältigt, warte ich im Robusto, um bei Bedarf umparkieren zu können. Chaos total, pfeifende Polizisten, hunderte von Moto-Taxis die kreuz und quer durch die Gegend flitzen, LKW's, die sich aus den Seitenstrassen ihren Weg suchen und um Fahrgäste werbende Minibusse. Nicht zu vergessen die grenzüberquerenden Touristen als Fussgänger, welche in Paraguay günstig Bettzeug oder Autoreifen einkaufen und diese Sachen selber über die Grenze schleppen. Ein richtiges Verkehrs-Birchermüesli. Dies alles bei 45° mit viel Gehupe und trotzdem südamerikanischer Gelassenheit.

Kurz darauf kommt uns in Paraguay auf der Hauptstrasse ein Motorrad entgegen, darauf zwei Männer. Der hintere hat ein kleines Fohlen auf den Armen!

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AmigoAmigo

Hasta luego Amigo...

Am 4. November ist unser feinfühliger, schlitzohriger Kumpel „Amigo" in unseren Armen eingeschlafen. Wir haben seinen Kampf mit dem Krebs beendet.

11 ½ Jahre lang hat er uns beschützt, mit uns so manches Abenteuer bestanden, uns auf Trab gehalten, aber auch oft geduldig auf uns gewartet - ein absolut verlässlicher, toller Begleiter. Er fehlt in unserem Leben und wir sind sehr traurig.

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Brasiliens SchönheitenBrasiliens Schönheiten

Die Welt ist klein...

Wir sind südlich von Ilheus bei Olivenca zufällig auf einem schönen Camping gelandet. Die Besitzerin spricht Deutsch und meinte, als sie unser Auto sah, es sei Thomas. Thomas und Claudia mit ihren 3 Kleinkindern haben wir vor gut 2 Jahren in Mendoza getroffen. Sie haben uns von einem Platz in Brasilien vorgeschwärmt, wo sie 3 Wochen verbrachten und die Abfahrt einige Male verschoben haben. Nun campieren wir durch Zufall auf diesem Platz. Die Welt ist doch nicht so gross, wie man glaubt.
Für uns geht es in ein paar Tagen weiter nach Canavieiras, wo wir deutsche Auswanderer besuchen wollen. Ralf und Andrea haben wir vor gut 3 Jahren in Düsseldorf in einem Restaurant kennengelernt. Wir haben damals Robusto auf der Caravan-Messe besichtigt. 2 Wochen später sind die beiden mit ihrer Tochter nach Brasilien ausgewandert. Sicherlich gibt es nun einiges zu erzählen.

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Verdichtetes Bauen in Brasilien.Verdichtetes Bauen in Brasilien.

Visum-Verlängerung im Samba Rhythmus

Bei der Einreise in Brasilien erhielten wir ein Visum für drei Monate Aufenthalt. Im Normalfall kann man dieses in einer Provinzhauptstadt um drei weitere Monate verlängern. Danach müssen wir als Schweizer das Land mindestens für ein halbes Jahr verlassen, erst dann kann man wieder einreisen.

Wir haben von einigen Reisenden gehört und gelesen, dass die Verlängerung eine langwierige (bis zu 2 Tage) und komplizierte Prozedur werden könne.

Wir waren auf alles gefasst und fuhren in Natal mit dem Quad zur Policia Federal. Ein gepflegter Beamter begrüsste uns recht freundlich und rückte zwei Stühle vor sein Pult und nahm sich unserer Unterlagen an.

Kurz darauf drückte er Brigitte zwei Einzahlungsformulare in die Hand und erklärte ihr, wo sie die Beträge - ausserhalb um die Ecke in einem Kiosk - einzahlen müsse. In der Zwischenzeit gesellte sich noch ein weiterer Kollege dazu und die zwei fragten mir "Löcher in den Bauch" und wir hatten richtig Spass miteinander. Nach Brigittes Rückkehr ging's ruck zuck und Verlängerungen für Personen war in unsere Pässe eingestempelt. Der flotte Beamte beschrieb uns auch den Weg zum Zoll im Hafen, wo wir die Fahrzeugpapiere für Robusto und die Kawi auch noch verlängern mussten.

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Bucht von JericoacoaraBucht von Jericoacoara

Feedback eines Freundes

GUET NACHT AM SAECHSI
MEINE LIEBEN, "BUEHT MI DE HERRGOTT. DA GAHT JA WAS LOS!" EINFACH VERRUECKT, WAS IHR DA ERLEBT. BEIM ANBLICK DIESER FOTOS KOMMEN SELBST MEINE STUHLBEINE INS WACKELN. HOFFE NUR, DASS ALLES WEITERHIN SO GUT GEHT. DRUECKE EUCH AUF JEDEN FALL DIE DAUMEN. MIT EUREN BILDERN SCHENKT IHR MIR EINE RIESEN FREUDE. ES IST EINFACH GEWALTIG, WAS MAN AUF DIESER WELT ALLES ENTDECKEN KANN. MEIN EINDRUCK IST, DASS IHR HIER EINE VOELLIG ANDERE WELT VORFINDET. MACHT WEITER SO UND MOEGE EUCH DAS GLUECK WEITERHIN ZUR SEITE STEHEN. VIEL, VIEL GLUECK.
LINDA UND ICH WERDEN IN 2 BIS 3 WOCHEN ZUM DRITTEN MAL GROSSELTERN. UNSER WEG WIRD SOMIT KAUM DURCH DEN TRANSAMAZONAS FUEHREN, SONDERN VIEL EHER UEBER DEN WICKELTISCH. NUN, AUCH DAS IST JA EIN ERLEBNIS UND ICH HOFFE, DASS DIE BRUECKEN ZUR JUNGEN GENERATION UNS AUCH MIT VIELEN SCHOENEN ERLEBNISSEN BEREICHERT. MEINE LIEBEN, ICH FREUE MICH SCHON JETZT AUF DIE NEUEN FOTOS. "BLIEBET GSUND UND VOLLER TATENDRANG!" ES MACHT EINFACH SPASS, EUCH AUF DER HOMEPAGE ZU VERFOLGEN.

VIELE LIEBE GRUESSE BEAT

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Drauf bleibenDrauf bleiben

Die Transamazônica

1973 begann man mit dem Bau der Transamazônica-Strasse und lockte Menschen ohne Land in ein Land ohne Menschen. Das Geschenk dafür war eine Lote, eine Parzelle, fünfhundert Meter breit und zwei Kilometer tief. Insgesamt kostete die Transamazônica den brasilianischen Staat umgerechnet zwölf Mrd. Euro. Bis heute stellt sie jedoch keine zuverlässige Verbindung dar, da sie zu problematisch und wartungsanfällig ist. Zur Regenzeit werden jedes Jahr erhebliche Teile der Straße wieder weggeschwemmt und zerstört.

Die Transamazônica durchgehend zu befahren, ist immer noch eine grosse Herausforderung. Zum einen zählt sie wahrscheinlich zum Härtesten, was man als Offroad-Fahrer bewältigen kann, zum anderen verbinden viele mit dieser Straße einen Mythos, den Mythos der Bezwingung eines undurchdringlichen Dschungels.

Wir haben uns einen grossen Südamerikatraum erfüllt und sind die Transamazônica über 2'500km von Westen nach Osten mit Robusto alleine gefahren. Für uns war die grosse Ungewissheit, ob Robusto, beladen mit ausreichend Treibstoff, Wasser, Proviant und Trinkbarem die vielen zu überquerenden Brücken und Flussläufe schaffen wird.

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KaimanKaiman

Geräusche

Im Voraus wurden wir über das gefährliche Brasilien oftmals gewarnt. Übernachten sollten wir ausschliesslich auf Campingplätzen oder Tankstellen. Auf der Pistenfahrt vom Süd- ins Nord-Pantanal war weder die eine noch die andere Möglichkeit vorhanden. So stoppten wir ganz einfach neben der Piste, schön getarnt.

Nachts schreckte Brigitte hoch, denn sie hörte verdächtige Geräusche: ein Rascheln, ein Stöbern...

Plötzlich vernimmt die vor Schreck Erstarrte "wo hast du denn dieses Mal die Schoggi versteckt?" Edy, der kaum Schoggi isst, hat nachts wieder einmal den Küchenschrank durchstöbert. Danach folgte eine ruhige Nacht...

Neugieriger Besuch

Vor Bonito übernachteten wir auf einer Wiese. Am Morgen gab Brigi beim Aussteigen einen Schreckenslaut von sich. Nahe an ihrem Kopf vorbei flog ein Papagei und landete auf der Oberkante unserer offenstehenden Haustür. Schwupp, und ein zweiter gesellte sich dazu. Wir verstehen die Vogelwelt nicht mehr, denn die zwei hockten gelassen auf der Tür. Der eine testete mit seinem Schnabel sogar die Festigkeit der Türdichtung. Aller guten Dinge sind Drei, der dritte platzierte sich auf die Dachrehling. Sie waren recht neugierig und liessen sich auch durch unser Fotografieren nicht stören.

Sogar Amigo, der zum Fenster herausschaute, beeindruckte sie nicht.

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Bunter VogelBunter Vogel

Europaaufenthalt

Nach über 2 Jahren Aufenthalt und Reisen in Südamerika genossen wir das Wiedersehen mit Verwandten, reunden und guten Bekannten. Für diese Zeit mieteten wir ein kleines Wohnmobil, mit dem wir für unsere Besuche in Deutschland, Österreich und der Schweiz über 6'000km zurücklegten. Wir denken glücklich und dankbar an all die schönen Begegnungen, tollen Bewirtungen und guten Gespräche mit interessierten Leuten zurück. Die Zeit reichte bei langem nicht, um allen Einladungen Folge zu leisten. Dies bedauern wir ausserordentlich.

Leider mussten wir auch erfahren, dass gewisse Leute ihre lang gelebten Werte wie Menschlichkeit, Toleranz und Loyalität wegen Geld, Macht und Besitzgier über Bord werfen. Tragisch für sie!

Nun sind wir seit anfangs Juni wieder in Südamerika. Dank den heutigen, modernen Kommunikationstechniken ist das Reisen einfacher und das Abschiednehmen leichter geworden.

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Europa!Europa!

Fleischersatz

Wegen zu hoher Exportsteuer wurden in ganz Argentinien während ca. 3 Wochen Strassensperren für LKW's errichtet. Unter anderem wurden auch Fleischtransporte blockiert. Dies traf die Argentinier natürlich an ihrem Magennerv. Wir waren schon gespannt, was die Familien für den Sonntagsgrill bruzzeln würden.

Um die Mittagszeit trafen die Familien wie gewohnt auf dem Platz ein. Holzkohle wurde angefacht. Anstelle der gewohnten Fleischberge wurden Hühnchen gegrillt. So einfach...

Flug in die Schweiz

Nach 2 Jahren reisen in Südamerika freuten wir uns auf unsere 8-wöchigen Ferien in Europa. Leider hatten wir uns den Kontinentwechsel mit der Lufthansa am 2. April etwas anders vorgestellt:

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Laguna Los LobosLaguna Los Lobos

Mücken

Oft geniessen wir das Sommerwetter an einem See oder an einer Lagune. Dies hat natürlich auch seine Tücken, die Mücken. Da gibt es eine rechte Artenvielfalt. Von ganz klein und leise fliegend bis zum dicken Brummer. Besonders heimtückisch sind die beissenden Fliegen und das in der Dämmerung. Draussen schützen wir uns mit Antibrumm und ähnlichen Duftstoffen, sowie mit entsprechender Kleidung.

Auch für drinnen haben wir mittlerweile unsere Abwehrtechnik verfeinert. Mit den Mückenschutzgittern können wir den grössten Teil der blutgierigen Tiere von uns fernhalten. Vor dem Schlafengehen schalten wir eine halbe Stunde die Klimaanlage ein. Die vorhandenen Biester fühlen sich dann bei einem Temperatursturz sehr unwohl, zeigen sich und wir treten mit dem Fliegentätscher in Aktion. Anschliessend können wir ohne surrende, stechende Mücken im Land der Träume verweilen.

Die Infos einer Tropenärztin bestätigen sich: Mücken fühlen sich bei einer Temperaturdifferenz zur Aussentemperatur ab 2-3 Grad nicht mehr wohl und verziehen sich.

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Carpincho oder Wassertschwein, das groesste NagetierCarpincho oder Wassertschwein, das groesste Nagetier

Erfahrungen mit der Polizei

Wir haben in San Francisco in Argentinien vor einem Hotel stehend mit WIFI und Skype in die Schweiz telefoniert.
Auf der breiten, 2-spurigen Ausfallstrasse werden wir von einer Polizeistreife angehalten. Der erste Polizist stellt sich vor und meint, wir müssten eine Busse bezahlen, da wir mit unserem schweren Camion durch ein Fahrverbot für Transit-LKW's gefahren seien. Wir argumentierten, wir seien eine Casa Rodante und kein Camion und unter Autobus einzustufen. Im Weiteren seien wir Touristen, die in der Stadt ja einkaufen, Restaurant usw. besuchen wollten. Eine Busse würden wir daher sicher keine bezahlen. Unsere Weigerung rief den zweiten und vor allem den dritten Polizisten, den Chef, auf den Plan- beidseitiger Wiederholung der Argumente. Der jüngste Polizist notierte schon die Personalien ab meiner Führerausweiskopie. Dies beeindruckte uns aber nicht. Wir wehrten uns weiter und sagten, dass wir uns schuldlos fühlen. Eine allfällige Busse würden wir sowieso nicht bezahlen. Sie könnten diese an die Schweizerbotschaft in Buenos Aires schicken, da würde der Sachverhalt sicher korrekt bewertet und geregelt werden. Als die drei merkten, dass keine Kohle zu machen war, sagte der eine Polizist, er heisse auch Eduardo. Wir hätten sehr gut argumentiert, zwinkerte mit einem Auge und drückte mir die Fahrzeugpapiere in die Hände. Wi bedankten wir uns und fuhren mit einem erlösenden Hupsignal die verbotene Strasse weiter.

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Casapueblo des Malers Jorge Paez VilaroCasapueblo des Malers Jorge Paez Vilaro

Live life to the fullest

Im April 2007 parkierten Olli und Tina neben uns an einer Tankstelle nördlich von Santiago. Olli zeigte sich sehr interessiert an Robusto. Tina meinte, wir müssten ja ständig viele Fragen beantworten, und wir würden sicher lieber die Ruhe schätzen. Nichts dergleichen, wir hatten eine kurze, herzliche Begegnung. Sie selber waren für ein bekanntes, deutsches Reiseunternehmen mit einem LKW auf dem Weg, um für 6 Monate verschiedenen Reisegruppen einige Länder Südamerikas zu zeigen.

Kurz darauf erhielten wir von den beiden ein Mail, sie gratulierten uns zu Robusto und unseren im Web veröffentlichten Eindrücken.

Im August 2007 campierten wir im herrlichen Palmengarten des Hotels Maison Suisse in Nasca/Peru. Olli und Tina treffen mit ihrem LKW und 12 Reisefreudigen ein. Ein herzliches Wiedersehen findet statt. Gespannt schauen wir zu, wie die neue Gruppe das erste Mal unter kundiger Anleitung die Zelte aufstellt; alle sind voll beschäftigt.

Am nächsten Tag ergibt sich die Gelegenheit gemeinsam ein Glas zu trinken. Tina hält Olli den Rücken frei, und wir erfahren von ihm Interessantes und Lustiges.

Tags darauf verabschiedeten wir uns bis auf irgendwann.

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