Auf den Galapagos-InselnAuf den Galapagos-Inseln

Panama-Hut

Der Panama-Hut, der nicht aus Panama, sondern aus Ecuador kommt:

Ein Hut, der mit der Hand aus feinem Toquilla-Stroh oder aus Palmenfasern geflochten wird und anschließend mittels Feuchtigkeit, Wärme und Druck seine spezifische Form erhält. Besonders der Anfang der Flechtung in einem Punkt erfordert große Geschicklichkeit, ebenso wie der Abschluss an der Hutkrempe. Für einen Hut mit normaler Qualität benötigt man ca. 6 Strünke der Palmfaser, die reine Flechtzeit beträgt ca. 8 Stunden. Je dünner die Fasern, je dichter das Gewebe, desto wertvoller das Produkt, das in die Tasche gesteckt, Regen und Sonne ausgesetzt seine Façon (fast) nie verliert.

Er hat schon viele berühmte Köpfe erobert, darunter die von Ernest Hemingway, Winston Churchill, Harry Truman, Paul Newman und Napoleon.

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Die Frauen von Otavalo tragen lange schwarze Röcke und weiße buntbestickte Blusen.Die Frauen von Otavalo tragen lange schwarze Röcke und weiße buntbestickte Blusen.

Einreise

Von Kolumbien kommend reisten wir im Norden über Tulcan ein. Die Einreise war unkompliziert, die Pässe wurden gescannt und am Fahrzeug nur die Fahrgestellnummer kontrolliert. Hier haben wir auch problemlos und sehr günstig die obligatorische Versicherung für unsere Fahrzeuge für drei Monate abgeschlossen, nachdem wie eine dreimonatige Aufenthaltserlaubnis erhielten. Seit September 2000 gilt in Ecuador der US Dollar als alleiniges Zahlungsmittel.

Markt in Otavalo

10 Tage lang standen wir auf einem tollen Platz ausserhalb von Otavalo bei Dennis, Camping Ricon del Viajero auf 2'700 Meter. Von dort unternahmen wir mit der Kawi Ausflüge in die Region. Hier nutzten wir auch die Gelegenheit, den Samstagsmarkt zweimal zu besuchen.

Es ist der grösste Markt Ecuadors. Die Farbenpracht und der quirlige Betrieb sind überwältigend. Auf dem Tiermarkt wechselten Kühe, Kälber, Schafe, Geissen und vor allem an Stricken geführte Schweine ihre Besitzer. Aber auch Hühner, Hunde, Kaninchen und Meerschweinchen wurden in grosser Zahl angeboten. Anschliessend war auf dem Kunsthandwerksmarkt freudvolles Feilschen angesagt. Die Otavaleños sind sehr erfahrene Geschäftsleute und sind gegenüber Touristen aufgeschlossen und freundlich. Einige sind durch ihr Textilhandwerk, die Webkunst, zu den reichsten Indigenas Lateinamerikas geworden. Regelmässig reisen Geschäftsleute der Otavaleños nach Europa und in die USA, um ihre Ware mit Erfolg anzupreisen.

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Kulturerbe und kulinarische Höhenflüge in CartagenaKulturerbe und kulinarische Höhenflüge in Cartagena

Ausreise Venezuela, Einreise Kolumbien

Nach dem letzten Mal billigen Diesel tanken in Venezuela ging es über die grosse Brücke vor Maracaibo und auf der Autobahn durch die riesige Stadt.

Die Ausreiseformalitäten Venezuelas und die Personeneinreise für Kolumbien waren schnell erledigt. Die Formulare für die Fahrzeuge aber mussten erdauert werden. Da war eine immer grösser werdende Menschenansammlung von Venezolanern vor einer verschlossenen Tür. Irgendwann merkten wir, dass Leute, die wahrscheinlich schmierten, bei einer versteckten Seitentür eingelassen wurden. Brigi erkundigte sich und wurde belehrt, dass wir als Touristen vor all diesen „Autoschiebern“ sowieso den Vortritt hätten. Eine halbe Stunde später, als die versammelte Menge aufgefordert wurde uns durchzulassen, wurde heftig protestiert. Uns war es egal, wir standen endlich im heissbegehrten Büro, wo eine einzige junge Frau von Hand unsere Papiere ausfüllte. Wieder draussen wechselten wir bei einem Strassenhändler noch einige Dollars in Kolumbianische Pesos. Schlussendlich hatte die ganze Grenzprozedur etwa drei Stunden gedauert.

In Macaio parkierten wir Robusto bei einer Tankstelle und fanden per Taxi eine Versicherungsagentur, welche die Haftpflicht für unsere Fahrzeuge auch nur für drei Monate versicherte.

Kosten pauschal für beide Fahrzeuge 130.00 Sfr.

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Tagesausflug von Gran Roque zu Inseln und SandbänkenTagesausflug von Gran Roque zu Inseln und Sandbänken

Einreise Venezuela

Von Boa Vista/Brasilien kommend reisten wir in Santa Elena de Uarien nach Venezuela ein. Die Grenzbüros sind von 06.00-12.00 Uhr und 14.00-18.00 Uhr geöffnet. Die Zeitverschiebung beträgt hier nur eine halbe Stunde. Die Einreise ist, von der Fahrzeugversicherung abgesehen, unkompliziert. Zuerst schaute ein Zöllner kurz ins Fahrzeug und erklärte uns den bürokratischen Ablauf. Der Einreisestempel für Personen war ruck- zuck da.

Dann hiess es mit Robusto die 15 km nach Santa Elena fahren, um die Fahrzeugversicherungen für LKW und Quad abzuschliessen. Wir liessen einen Schwarz-Geldwechsler ins Versicherungsbüro kommen und bekamen pro US Dollar anstatt offiziell 2,1 sage und schreibe 6 Bolivar. Somit rechnen wir jetzt für einen Bolivar 0.18 Sfr.

Die Haftpflichtversicherung kostete nach lustigen Verhandlungen mit der netten Dame, nachdem sie den LKW sehr niedrig als „particular" einstufte und das Quad zu einem normalen Motorrad umfunktionierte, für ein ganzes Jahr für beide Fahrzeuge nun nur noch 140 Sfr. Eine kürzere Versicherungsdauer ist nicht möglich.

Bei unserer anderen Haftpflichtversicherung, welche wir für die Mercosur-Staaten in Südamerika abgeschlossen haben, sind Venezuela, Kolumbien und Ecuador nicht miteingeschlossen. Ausgerüstet mit den Versicherungspapieren und genügend Kleingeld fuhren wir wieder zur Grenze zurück. Der Militärposten vor der Grenze kannte uns auch schon und winkte uns durch.

Kurz vor Zollschluss waren wir wieder zurück am Schalter, wo ein affektiertes, langsames Baby unsere Papiere ausstellte, d.h. die Fahrzeuge wurden in unsere Pässe eingetragen. Es ging gegen 18.00 Uhr und dunkelte schon. Wir beschlossen aus Sicherheitsgründen, nicht mehr weiter zu fahren, holten bei einem Offizier die Erlaubnis und übernachteten ungestört an der Grenze.

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Das Leben am FlussDas Leben am Fluss

Etwas zu viele Weinkartons...

Wir fahren auf guter Piste die noch rund 60 km bis zum Grenzort Guyaramerin, wo wir um 09.30 Uhr beim Zoll ankommen. Die bolivianische Beamtin meinte, wir müssten zuerst ein brasilianisches Visum für die Einreise beantragen. Wir konnten sie aber schnell überzeugen, dass dies nicht so sei. Die Ausreiseformalitäten sind dann rasch erledigt und das Fährboot fährt auch gerade herbei. Wir werden herauf gewunken und sofort wird abgelegt und wir befinden uns auf dem breiten Rio Mamoré.

Ein älterer Mann mit einer Rebenspritze desinfiziert den in unseren Radkästen zentimeterdick eingetrockneten Lehm und die verschmutzten Räder. Er stellt uns für 30 Bolivianos die erforderliche Hygiene- Bestätigung für die Einreise in Brasilien aus.

Mit den Kassierern der Fähre führte Brigi während der Überfahrt heftige Preisverhandlungen, wollten uns die Kerle doch 1'000 Bolivianos = ca.160 SFR abzocken. Sie bezahlte schlussendlich 320 Bolivianos, was wahrscheinlich immer noch genug war.

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Riesenseerose VictoriaRiesenseerose Victoria

Durchfahrtsverweigerung

Eingangs Warnes auf der Hauptstrasse hält uns ein Polizist auf und weist uns auf das Fahrverbot für LKWs hin. Wir seien mit unseren drei Achsen viel zu schwer. Während der Diskussion passieren einige 40-Tönner mit Anhänger und fahren in den Ort hinein. Uns wies er rund 30 Meter gegen den Verkehr zurück, damit wir rechts in eine Umfahrung einbiegen konnten. Wir setzten zurück, er regelte den Verkehr auf die Gegenfahrbahn. Als wir genügend Raum hatten, um in die Umfahrung einbiegen zu können, gaben wir Gas. Sein Pfeifen und Gestikulieren ignorierten wir - nichts mit Busse oder einfacher gesagt, Lohnaufbesserung.

Gleich bei der ersten Querstrasse bogen wir wieder links ab; viel zu früh, stellten wir einige Minuten später fest. Wir kamen ins Zentrum des Ortes direkt auf einen Markt zugefahren: uns blieben nur noch der Weg und die Flucht durch die Fussgängerzone. Leider veränderten wir dabei auch die Position eines zu tief hängenden Stromkabels. Verflucht, das passiert, wenn ein Polizist Touristen ausnehmen will!

Wieder auf der Hauptstrasse fahren wir zügig die rund 15 Kilometer bis zu Delikatessen Austria. In der Österreichischen Metzgerei kaufen wir ausreichende Mengen an Trockenfleisch, Speck und Würsten. Das Angebot, auch auf dem Farmgelände zu campieren, kam uns sehr gelegen.

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Alte FrauAlte Frau

Tierische Bekanntschaften

Wir stehen wieder einmal auf dem Camping Xamena neben dem riesigen, leeren Schwimmbecken in Salta. Unser Spezi, der Campingkater Chico hat seit dem letzten Mal einiges an Gewicht zugelegt. Er versucht immer wieder mal, ins Fahrzeug reinzukommen. Nachts schläft er in einer Baumkrone, wohlbehütet vor den streunenden Hunden. Sobald er morgens unsere Stimmen vernimmt, klettert er vom Baum und freut sich über das dargebotene Frühstück.

Innerhalb des grossen Areals hat es 8-10 freilaufende, sich selber überlassene Hunde, vom kleinen Fifi bis zum grossen, wohlgenährten Brummer. Die meisten sind aber sehr schlank bis unterernährt.

In der Nacht auf den 1. Mai hörten wir draussen entferntes Hundegezanke und anschliessend ein lang andauerndes Heulen. Am drauffolgenden Morgen liegt „Blacky" mit einem stark verletzten rechten Auge vor unserer Haustür. Es sieht sehr schlimm aus, hat er doch einen Teil des Auges verloren. Wir geben ihm Antibiotika.

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Der Ball fliegtDer Ball fliegt

Ferien vom spannenden Reisealltag

Die letzten Wochen nahmen wir es noch gelassener als sonst. Da wir für unsere nächste grosse Tour das Ende der Regenzeit ca. Mitte Mai im Tiefland Bolivien abwarten wollten, standen wir längere Zeit in Belgrano und nun in Salta. Einen Abstecher nach Santiago de Chile zu Servicearbeiten an Robusto bei MAN gehörte auch dazu.

Es war eine gute, andere Erfahrung, mal so einige Wochen vermehrt mit Golfen, Lesen und längerem Verweilen im Internet zu verbringen. Zusätzlich engagierten wir uns mit tollem Erfolg in einem Fotoforum.

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RN40 St. María nach HualfinRN40 St. María nach Hualfin

Vorsicht gelb...

An touristischen Treffpunkten verweilen wir schon mal auf einem Camping. Robusto ist dadurch auch während unserer Abwesenheit, sei es um Sehenswürdigkeiten zu besichtigen oder während kleineren Touren, die wir mit der Kawi unternehmen, vor Einbrüchen relativ sicher.

Sofern aber grössere, gelbe LKW's mit der Aufschrift Tucantravel auf den Platz fahren, heisst es flüchten oder mindestens soweit wie möglich Distanz nehmen.

Dies ist nämlich ein günstiger Touranbieter für meistens junge Australier und Engländer. Auf dem Fahrzeug steht 18-35 Jahre: ein normaler 25 Jähriger ist aber sicher schon überfordert.

Da steigen dann bis zu 40 mehrheitlich trinkwütige Leute aus. Nicht nur nachts, nein während ihrer ganzen Aufenthaltsdauer wird mit lauter Musik und mit noch lauterem Gegröhl verbracht. Drogen sind im Spiel, sowie Bier und Schnäpse, die masslos getrunken werden.

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