Dezember 2009

Auf den Galapagos-InselnAuf den Galapagos-Inseln

Panama-Hut

Der Panama-Hut, der nicht aus Panama, sondern aus Ecuador kommt:

Ein Hut, der mit der Hand aus feinem Toquilla-Stroh oder aus Palmenfasern geflochten wird und anschließend mittels Feuchtigkeit, Wärme und Druck seine spezifische Form erhält. Besonders der Anfang der Flechtung in einem Punkt erfordert große Geschicklichkeit, ebenso wie der Abschluss an der Hutkrempe. Für einen Hut mit normaler Qualität benötigt man ca. 6 Strünke der Palmfaser, die reine Flechtzeit beträgt ca. 8 Stunden. Je dünner die Fasern, je dichter das Gewebe, desto wertvoller das Produkt, das in die Tasche gesteckt, Regen und Sonne ausgesetzt seine Façon (fast) nie verliert.

Er hat schon viele berühmte Köpfe erobert, darunter die von Ernest Hemingway, Winston Churchill, Harry Truman, Paul Newman und Napoleon.

Geld- und Ersatzteilbeschaffung

Wir liessen bei MAN in Guayaquil diverse Servicearbeiten ausführen. Da in Ecuador derselbe 480PS Common Rail Motor, wie ihn Robusto hat, sehr verbreitet ist, waren alle Filter und Ersatzteile vorrätig. Ein Spezialist stellte auch die Ventile neu ein.

Dank Manuel, einem deutschen Mitarbeiter, durften wir nach Rücksprache mit seinem Chef Robusto während unserer 8-tägigen Galapagosreise wohl bewacht im Firmengelände stehen lassen.

Vor einiger Zeit passierte aber auch hier eine wilde Geschichte.

Ein Lieferwagen fuhr an der geschlossenen Pforte vor. Der Chauffeur sagte, er hätte eine Öllieferung und wurde nach Rücksprache mit dem Office eingelassen. Drinnen stiegen dann einige mit Pistolen und Gewehren bewaffnete Banditen aus, fesselten die Angestellten und klauten alles vorhandene Geld. Dann räumten sie das Ersatzteillager auf ihren, sowie einen zusätzlichen Lieferwagen, welchen sie noch konfiszierten, auf und fuhren auf Nimmerwiedersehen davon.

Wir waren froh, dass alle benötigten Ersatzteile für uns vorhanden waren und haben diese gerne Cash bezahlt.

Strommangel

In Ecuador, im Speziellen erfuhren wir dies in Guayaquil (grösste Stadt in Ecuador), war oder ist zurzeit der Strom knapp.

Scheinbar ist ein riesiger Staussee wegen langer Trockenheit fast leer und das sonst durch diesen gespeiste EW kann nicht mehr genug liefern. Die Unterhaltsarbeiten an den vielen kleineren anderen Werken wurden vernachlässigt, was zur Folge hat, dass diese nun nur noch teilweise funktionieren. Die Auswirkungen sind fatal. Während unseres Aufenthaltes in Guayaquil wurde nur Strom von morgens um 10.00 bis abends 18.00 Uhr geliefert. Nachts dann irgendwann noch 2-3 Stunden, und das war's!

Wir waren davon ja nur durch nicht funktionierende Internetserver oder Kerzenlicht im Restaurant betroffen. Wenn man sich aber die Ausfälle durch all die morgens bis 10.00 Uhr, wegen fehlendem Strom nicht arbeitende Leute vorstellt, kommt ein enormer wirtschaftlicher Verlust zustande. Von den vielen stromabhängigen Geräten wie Tiefkühltruhen usw. und den dadurch entstehenden Schaden gar nicht zu sprechen.

Kaum wurde aber Strom geliefert, brummten auch bei erträglichen Aussentemperaturen die Klimaanlagen auf vollen Touren. Die Leute sind scheinbar noch zu wenig betroffen, um mit Energie etwas sensibler umzugehen.

Galapagos

Arche Noah im Pazifik: Für uns hinterliess der enge Kontakt zur Tierwelt einen tiefen Eindruck. Die Möglichkeit, freilebende Tiere aus nächster Nähe zu beobachten und deren Zutraulichkeit zu erleben, war für uns wie das Paradies. Viele der Tierarten entwickelten sich ohne jeglichen Kontakt zu Menschen - und dies über Jahrtausende. Deshalb betrachten sie uns, die Zweibeiner, beim ersten Zusammentreffen allenfalls mit Neugier.

Wir konnten von der faszinierenden Vogelwelt, von prähistorischen Reptilien, von riesigen Schildkröten und zutraulichen Seelöwen nebst den sicher bleibenden Erinnerungen einige

Fotos aufs Festland mitnehmen.

Für uns eine absolute Premiere war das Schnorcheln in unmittelbarer Nähe neben jungen verspielten Seelöwen, riesigen Wasserschildkröten, Manta Rochen, ja sogar Haien.

Für uns zählt Galapagos zu einem der absoluten Highlights, das wir bei unseren bisherigen Reisen erleben durften.

Die acht Tage vergingen viel zu schnell. Wer weiss, vielleicht war es nicht das letzte Mal!

Einreise Peru

Ausreise Ecuador sowie Einreise Peru waren problemlos. An beiden Grenzstationen werden neue, grosse Gebäude gebaut. In Ecuador muss man sich aber noch bei der alten Stelle abmelden. Diese liegt nicht an der neuen, signalisierten Autobahn. Bei den Peruanern funktioniert bereits ein Provisorium an der neuen Strecke- südamerikanisch, leicht verwirrend. Die für die peruanischen Einreiseformulare zuständige Dame war um 14.30 Uhr mit ihrem Motorrad-Chico noch beim Mittagessen. Daher ging für rund eine Stunde erstmals nichts. Nachher wurden wir aber von drei Beamten, die mit dem Computer kämpften, sehr speditiv und problemlos abgefertigt. Immer noch besser, als die alte Grenze zu benutzen, wo der Andrang gross und die entsprechenden Wartezeiten länger sind. Nach insgesamt 2 Stunden hatten wir die gesamten Formalitäten erledigt.

Bei der San Cristobal Versicherung sind beide Fahrzeuge in allen Mercosur-Staaten, unter anderem auch in Peru, versichert. Die hiesige Währung ist Nuevo Soles, US-Dollar werden aber auch angenommen.

Reiseroute Ecuador:

Grenzübertritt von Ipiales/Kolumbien nach Tulcan - Ibarra - Otavalo - Quito - Papallacta - Baeza - Tena - Misahualli - Puyo - Baños - Ambato - Latacunga - Zumbahua - Lasso - Saquisili - Ambato - Pogyos - Riobamba - Alausi - Ingapirca - Azogues -Cuenca - Molleturo - Jesus Maria - Guayaquil - Jipijapa - Manta - Puerto de Cayo - Puerto Lopez - Montañita - Salinas - Bosque Petrificado de Puyango - Grenze Huaquillas.

Hosteria Mandála, Puerto Lopez Ecuador

Über eine Woche verbrachten wir bei dem sehr sympathischen Paar Maya (Schweizerin) und Aurelio (Italiener) in ihrem tollen Hostal inmitten eines fantastischen, sehr gepflegten Tropengartens.

Die liebevoll erstellte und gepflegte Hosteria ist ein absoluter Hit; das Essen ebenfalls.

Hier wurden wir von meinem (Göttibueb) Martin besucht, der gerade alleine mit Rucksack für 6 Monate Südamerika bereist. Auch er lobte die wunderschöne Cabaña und die vielen Spielmöglichkeiten.

Von Aurelio stammen auch die zwei folgenden Aussagen:

„Tut mir leid, aber mein Deutsch ist etwas oxidiert und ihr müsst wissen, ausgestorben ist für immer!"

Gelesen auf einer Traveller-Homepage:

Tourists don't know were they've been, travellers don't know where they're going.

Fotogalerie

Ecuador: Dezember 2009