Blick auf die Terracotta-ArmeeBlick auf die Terracotta-Armee

Mindest- und Höchstgeschwindigkeit im Tibet

Die Besucherzahl des Potala-Palastes in Lhasa, ist täglich auf 2.300 Menschen begrenzt. Die Dauer der Besichtigung wird auf 1 Stunde limitiert und bei Sehenswürdigkeiten wird man aufgefordert sich vorwärts zu bewegen. Längeres Verweilen wie eine Stunde soll angeblich bestraft werden. Für die Besorgung des Eintrittstickets wollte unsere Tibet-Agentur 200% Preisaufschlag; wir besorgten diese dann selber.

Sobald man auf Tibets Strassen unterwegs ist, wird einem eine Minimalzeit für Streckenabschnitte vorgeschrieben. Bei einem Wärterhäuschen erhält man ein Ticket mit handgeschriebener Startzeit und dann darf man laut ausgestellter Liste selber errechnen wann man beim nächsten Kontrollposten ohne Strafe frühestens einfahren darf. Strafe pro Minute für zu frühes Erscheinen vor dem Zeitlimit sind 100RMB (ca. 14Sfr) pro Minute und zusätzlich eine Stunde Zwangspause.

Den Chinesischen Autofahrer halten diese Regeln nicht davon ab, mit Vollgas die Strecke zu brettern und auch in den Kurven blind zu überholen. Einige hundert Meter vor dem nächsten Kontrollposen wird dann die fehlende Zeit für eine straflose Durchfahrt neben der Strasse parkierend abgewartet.

Fazit China: Selbstfahrer mit eigenem Fahrzeug in China

  • Bei unserer Tour im Oktober 2011 war im Süden des Landes die Dieselversorgung nicht immer gewährleistet. Dank unserer grossen Tankkapazität waren wir dadurch nicht betroffen
  • Internet, sofern mit Wifi von irgendwo auf Robusto o.k. In riesigen, stinkenden Internet- Raucherhöhlen mit bis zu 80 Maschinen unerträglich. Verbindung im öffentlichen Internet erhält man nur mit Ausweis. Ausländische Dokumenten-Nummern akzeptierte das System aber nicht.
  • Bezahlung mit ausländischer Visa Kreditkarte wurde nirgendswo, auch nicht bei grossen Tankstellen und Carrefours akzeptiert.
  • Geldwechsel nahmen wir immer bei der Bank of China vor. Zwei A4 Seiten Fragebogen waren auszufüllen und dann folgte eine langwierige, komplizierte Prozedur.
  • Klöster, Tempel, heilige Grotten etc. werden von einigen Millionen an Touristen jedes Jahr besucht, nur ca. 10% der Touristen sind nicht aus China. Ein Gedrängel bereits um 08.00 Uhr früh und dies bei teils happigen Eintrittspreisen.
  • Polizeikontrollen haben wir nur selten, und die wenigen Male sehr korrekt durchgeführt erlebt.
  • China ist riesig, wir legten in 8 Wochen 10‘000 km mehrheitlich auf Autobahnen und sehr guten Teerstrassen in unserem Expeditionsmobil zurück. Ausnahme waren die etwas über 3‘000 Km im Tibet.
  • Über die Einstufung der Kategorie für die Strassenmaut unseres Fahrzeuges mussten wir bei den vielen Mautstellen ständig diskutieren und uns durchsetzen. Auf dem Chinesischen Nummernschild waren wir als Minibus registriert.
  • Essen in China ist ein absoluter Hit. Vielfältig, reichhaltig, überall möglich und ausserordentlich preisgünstig.
  • An auf den Boden Spucken und lautes Hochziehen von was immer muss man sich in ganz China, auch in noblen 5 Sterne Hotels gewöhnen!
  • Kurz vor Arbeitsbeginn gibt's einen Appell auf der Strasse mit Tagesziel und Turnübungen.
  • Den Begriff Privatsphäre gibt es ausser bei verschlossener Robusto-Tür kaum. Schliesst man die Tür nicht ab, reisst sie sicher einer der vielen draussen diskutierenden Chinesen auf. Er will nicht stehlen, nur seine naive Neugierde befriedigen.
  • Irgendwann hat man es nach hunderten von Fotolinsen satt, als interessanter Ausländer immer hinein zu grinsen und als Fotosujet für Chinesen hinzuhalten. Grundsätzlich wird von den Chinesen Alles fotografiert.
  • Nicht hörbare Elektroroller sind überall und speziell in den Fussgängerzonen eine Gefahr.
  • Selbstfahrt mit eigenem Fahrzeug in China und speziell im Tibet können wir aufgrund des Begleiter-Zwangs und der Bürokratie nicht empfehlen. Die Chinesischen Agenturen versprechen im Vorfeld viel, die Realität enthält aber von den vertraglichen, bezahlten Abmachungen nur noch einen Bruchteil.
    Eine notwendige Durchfahrt durch China würden wir nur noch auf dem kürzest möglichsten Weg unternehmen.
  • Vieles von dem Negativen, welches wir im Vorfeld von anderen Reisenden über China hörten oder im Internet lasen, hat sich leider bestätigt oder wurde noch übertroffen.
  • Für unsere normale Art zu Reisen ein viel zu enger Zeitplan mit Zwangsbegleitung und täglichem Fahrstress, verursacht durch kopflose und extrem verantwortungslose Fahrweise der Chinesen, haben uns unter Anderem den Abschied von China leicht gemacht.
    Abseits liegende Sehenswürdigkeiten kippten wir aus dem Programm, um für uns etwas mehr Zeit zur Verfügung zu haben.

Fotogalerie

China: Oktober 2011 - Teil 1