April 2012

Traumstrand auf den Koh Mook - Koh Libong - Koh Kradan InselnTraumstrand auf den Koh Mook - Koh Libong - Koh Kradan Inseln

Ausreise Malaysia / Wiedereinreise Thailand

Die Ausreise aus Malaysia machten wir wie Rucksacktouristen. Pässe abgestempelt und das war es. Da wir bei der Einreise kein Carnet du passage vorwiesen (wir haben keines), auch deshalb keine temporäre Fahrzeugpapiere für Robusto erhielten, überhörten wir den Hinweis eines Beamten, wir sollten uns betreffs unseres Fahrzeuges noch weiter vorne im Zoll Büro melden. Dies wäre eventuell mit Komplikationen verbunden gewesen, denn was nicht eingestempelt ist kann ja auch nicht ausgestempelt werden. So liessen wir das Zoll Büro einfach aus.

Bei der Einreise nach Thailand gerieten wir an einen Zollbeamten, welcher drei Jahre in Hannover gearbeitet hat. Sein Deutsch war verständlich und wir hatten mit ihm kurz den Plausch. Im Computer war nur das Quad registriert, aber Dank Mister „Hannover" kein Problem und Thailand hatte uns auch mit Robusto wieder.

Abgeänderte und noch mehr Schweizer Regeln und Gesetze

Kürzlich las ich im Internet, dass ab 1. Mai neue Regeln betreffs E-Bikes in der Schweiz in Kraft treten. Unter anderem scheint es auch sehr wichtig zu sein, dass bei diesen Dingern beim Befahren eines Veloweges der Motor abgestellt wird. Scheinbar braucht es für die stärkeren Apparätli jetzt auch noch eine Motorradprüfung. Die Helmtragpflicht macht sicher Sinn. Warum bekehrt man die schnelleren Bikes nicht einfach zu Mofas?

Die totale Freiheit im Umgang mit Mofas und Roller bestaunen wir hier in Thailand täglich.
Die Roller benutzt man hier umweltbewusst und sie sind mehrheitlich mit mindestens drei Erwachsenen besetzt. Aber auch ein Familienausflug mit Eltern und drei Kindern macht auf einem Töfli richtig Spass. Ein Thai fährt als Säugling schon auf dem Motorrad mit, warum sollte er dann als Junge, vorausgesetzt die Beine sind lang genug nicht auch schon selber fahren. In Ermangelung eines Kleinbusses werden locker mal 10 Personen auf einem Moped mit Seitenwagen, also auf drei Rädern transportiert.

Bisher haben wir noch keine Velo Wege gesehen. Für kurze Streckenabschnitte wird problemlos auf der verkehrten Seite von Rollern und PKWs gegen den Verkehr gefahren. Dies ohne Hupkonzert oder sonstigen Protesten der korrekt fahrenden Verkehrsteilnehmer. Erstaunlicher Weise haben wir noch keinen einzigen Unfall gesehen. Könnte es sein, dass die Verkehrsteilnehmer in Ermangelung der Radwege und der vielen Verbote einfach etwas mehr Umsicht und entsprechend toleranteres Verhalten im alltäglichen Verkehr zeigen?

Tsunami-Warnung in Thailand

Am Nachmittag des 11. Aprils: Edy befindet sich im Fahrzeug und plötzlich wackelte der Computerbildschirm ein bisschen und draussen bei Brigitte der Stuhl. Wir wundern uns, aber da unsere temporär Hunde keinen Mucks unter unserem Fahrzeug machten dachten wir nicht weiter nach. Keine 20 Minuten später kam eine Massage-Frau angerannt und meinte, wir sollten mit dem Kleinen (Kawi) wegfahren und nachher wiederkommen. Uns standen die ???-Zeichen im Gesicht. Tsunami, wir packten in Windeseile notdürftig zusammen. Christa/Kölbi, ein Schweizer Paar welches kurzfristig weiter vorne mit ihrem Toyo parkte kamen um die Ecke gebraust. Sie würden abfahren, Tsunami-Warnung! Wir haben nur noch das Vorzelt am Robusto ausgehängt und sind auch losgedüst. Ich mit Robusto voraus, Brigitte mit der Kawi hintendrein. Hängematte, Vorzelt und Wäscheleine liessen wir liegen.

5 Km landeinwärts auf 35 Meter Höhe standen wir dann sicher. Im Gefolge hatten wir noch einige europäische Touristen mit ihren Mietrollern, welche uns zutrauten, dass wir an einen sicheren Ort fuhren. Mit dem Iridium haben wir nach 1 Stunde einem Basler Kollegen in Krabi angerufen, der uns informierte, dass noch keine Entwarnung gegeben wurde. Wir übernachteten gleich auf unserem Tsunami sicheren Weg. Am morgen früh fuhren wir mit den Fahrzeugen wieder auf unseren Lagerplatz zurück. Alles Zurückgelassene fanden wir unversehrt vor.

Zum Glück war die Welle wegen des horizontalen Bebens nur klein und hat daher keinen Schaden angerichtet. Da wir sehr früh gewarnt wurden und rasch weggefahren sind, wurden wir auch nicht in den Stau auf der Strasse und in die durch Panik der flüchtenden Menschen verursachten Unfälle verwickelt. Auf der ganzen Linie Schwein gehabt. Für unsere zukünftigen Strandaufenthalte ist es sehr beruhigend, dass das Warnsystem in Thailand nun einwandfrei funktioniert.

Als Sicherheit für einsame Lagerplätze haben wir nun einen QuakeWatch-App auf unser iPad geladen.

Euch wünschen wir eine gute Zeit und seid vorsichtig in der Badewanne.

Fotogalerie

Thailand: April 2012