September 2012

Schau mir in die AugenSchau mir in die Augen

Sand in der Maschine

Nach unseren interessanten 4 Wochen Ferien in Namibia genossen wir wieder so richtig unser luxuriöses, grosszügiges, fahrbares Heim Robusto in Thailand. Brigitte wollte auf unserer Miele Waschmaschine mit Trockner einiges an Wäsche waschen. Aber oh Schreck, die Trommel rührte sich nicht mehr; nur ein quietschendes Geräusch war zu hören. Aufgrund eines Schnellkurses in Waschmaschinen-Technik durch ein Telefonat mit Miele Österreich konnte ich feststellen, dass der Keilriemen noch am richtigen Ort war und die korrekte Spannung aufwies. Die Kohlen des Elektromotors waren auch noch lang genug und korrekt zugespitzt. Damit war für mich Ende der Fahnenstange.

Brigitte hatte zwischenzeitlich im 250 KM entfernten Bangkok eine Miele Adresse rausgefunden. Auf unsere telefonische Anfrage erhielten wir Bescheid, dass sie eine Servicestelle für Miele Geräte hätten. Die Offerte für das Abholen der Maschine von unserem Strandplatz war so günstig, dass wir nicht im Entferntesten daran dachten, selber nach Bangkok zu fahren.

Ich baute die von Action Mobil sehr professionell, pistenfest eingebaute Maschine aus. Die zwei Service-Techniker erschienen pünktlich zum abgemachten Termin. Untersuchten den Patienten gründlich und entschieden, ihn nach Bangkok ins Werk einzuliefern. Wir erhielten zwei Tage später eine Offerte für die Reparatur und die Kosten eines nötigen Ersatzteiles. Nach einer Woche wurde uns die durchgecheckte und reparierte Maschine von den zwei Monteuren wieder geliefert und montiert. Die Schadensursache war unter anderem ein Gemisch aus Sand und Erde, welches die Trommel blockiert hatte.

Für uns fast nicht fassbar war der unheimlich günstige Preis der ganzen Übung. Der Preis inklusive des rund 500 KM Weges für das Abholen und Zurückbringen sowie der Reparatur war unwesentlich höher, als dass wir wahrscheinlich nur für einen Kostenvoranschlag in Europa bezahlt hätten.

Nach einigen Waschdurchgängen wissen wir nun auch, dass die Maschine nicht nur günstig repariert wurde, sondern auch wieder super funktioniert!

Visa-Run Thailand nach Myanmar/Burma

Bei der Einreise mit dem Flugzeug in Thailand bekamen wir für uns Personen eine Aufenthaltsdauer von einen Monat. Da wir frühestens in fünfeinhalb Wochen nach Vietnam ausreisen wollten, mussten wir noch einen Visa-Run nach Burma unternehmen.

Von Ranong aus war dies sehr einfach. Der Grund liegt darin, dass die burmesische Stadt Kawthoung gleich in Sichtweite auf der anderen Seite der sehr breiten Kra Flussmündung liegt. Daher kommen viele „Visa-Run"-Busse täglich von weit her - von Feriendestinationen wie das 300 km südlich liegende Phuket. Ladungen von Touristen werden da durchgelotst. Ein schneller Besuch in einem Nachbarland von Thailand ist für eine 14 tägige Verlängerung der Visas sehr bequem. Früher erhielt man sogar noch einen Monat, da war die ganze Übung noch viel lohnender.
Da Myanmar wesentlich weniger Gebühren als die anderen Nachbarstaaten fuer ein Visa verlangt, hat sich entlang der Thai-Burma-Grenze in den entsprechenden Grenzorten ein richtiger Markt dafür entwickelt,. Aktuell 10 Dollar pro Person; die Note darf aber nicht gefaltet sein!

Am Burma-Pier, wo die bunten „Langschwanzboote" nach Myanmar auslaufen, liessen wir am Thai-Grenzschalter unsere Pässe ausstempeln.
Wir suchten uns einen möglichst clever aussehenden Bootsführer, verhandelten den Preis für hin und zurück und ratterten los. Vorbei an verwitterten, langbeinigen Stelzenhäusern, die das Ufer säumen und an goldenen, hohen Buddha-Statuen. An einem der Stelzenhäuser mitten auf dem Wasser legten wir nach kurzer Zeit bereits wieder an. Es ist die Thai-Immigration-Nach- bzw. Vor- Kontrolle. Unser Bootsführer hinterlegte die von uns vorher ausgefüllten Formulare und wir tuckerten weiter.
Leider hatte sich der Wind mittlerweile zu einem kleinen Sturm, mit entsprechend hohem Wellengang und sehr starkem Regen entwickelt. Die nächsten paar Kilometer im brodelnden Wasser war eine eindrückliche Erfahrung. Wir wissen nun, dass die Touristen-Passagiere wahrscheinlich viel eher rückwärts Essen, als das ein solches Boot absäuft.

In Kawthoung war alles bestens durchorganisiert. Nette Beamte nehmen die zwei unversehrten Zehn-Dollarnoten in Empfang. Stempeln unsere Pässe und empfehlen uns das nächste Mal länger in Myanmar zu bleiben

Da unsere Bar auf Robusto von Kambodscha her noch sehr gut bestückt ist, interessieren uns die günstigen Alkoholika-Preise nicht. Wir laufen im strömenden Regen zurück zu unserem Boot, wo wir unter wehenden Plastikplanen einigermassen geschützt sind.

Auch die glockenförmigen, goldenen Pagoden die für dieses Land so charakteristisch sind, wie die ruhigen Burmesen in ihrem traditionellen Wickelrock, genannt Longyi, bestehend aus einem Stück Stoff, welches von Männern und Frauen um die Hüfte gewickelt wird, sparen wir uns für später auf.

Der erste thailändische Kontrollposten - eine Art schwimmender Polizei-, Zoll- und Immigrations-Posten gleichzeitig - winkt uns, bevor wir anlegen durch.

Wenig später sind wir wieder zurück am „Burma-Pier" im thailändischen Ranong. Wir stellen uns in eine kurze Warteschlange vor dem Einreiseschalter. Schwupps, und die Pässe sind wieder mit einem Thai Einreisestempel versehen, für uns ausreichend für 2 Wochen!

Fotogalerie

Kambodscha: Oktober 2012