Oktober 2013

Streithälse in einer RobbenkolonieStreithälse in einer Robbenkolonie

Fazit Neuseeland

Weiter weg von Zuhause waren wir noch nie. Luftlinie Zürich Auckland 18´400km.

Mit einem gemieteten Wohnmobil erfuhren wir 9´000km Neuseeland in 16 Wochen. Dieses Land hat sehr viel Natur zu bieten: Tolle Felsküsten mit sichelförmigen, malerisch eingelagerten Sandstränden, Vulkane und heiße Quellen, herrliche alpine Landschaften, die Fjorde im norwegischen Miniformat und ganz im Norden Kilometer lange Sandstrände mit riesigen Sanddünen nicht zu vergessen. Dazu kommt eine einzigartige Flora und Fauna, die uns immer wieder faszinierte. Neuseeland ist Natur, Abgeschiedenheit und eine der letzten Gegenden der Erde, die von Menschen besiedelt wurde.

Weiteres:

  • Die Kiwis sind Meister im Marketing und Vertrieb von Aktivitäten für Touristen. Jeder Campingplatz und jedes Visitor Center verkauft und vermittelt Aktivitäten. Man wird mit vielen gratis Hochglanzbroschüren und Discount Karten eingedeckt. Jeder Seelöwe und jeder Felsen wird touristisch vermarktet; alles ist weltweit das Einzigartigste und Beste.
  • Kiwis, damit sind die Einwohner Neuseelands gemeint zahlen 1 Sandwich mit der Kreditkarte.
  • Die Neuseeländer sind überaus kinderliebend (Großfamilien).
  • Kiwis sind oft Barfüßer. Im Winter oben mit Daunenjacke und Mütze, unten mit kurzen Hosen bekleidet, und zeigen somit dort vor Kälte gerötete Haut.
  • Polizeipräsenz hält sich sehr in Grenzen. Bei den wenigen Verkehrskontrollen wurden wir sehr nett nach dem woher und wohin gefragt.
  • Sofern jemand die Schuhe um einige Nummern zu groß trägt, ist es sicher kein Tourist.
  • Freedom Camping ist sehr schwer zu finden. Gesetzlich ist es erlaubt. Die Gemeinden haben aber in den letzten Jahren Camping-Verbotsschilder in Massen aufgestellt; sicherlich in Verbindung mit und wegen den vielen Campingplatz-Besitzern. Platz für 2 Personen pro Nacht 30-50 Dollar. Nun geht anscheinend der Automobil-Club (über 50´000 Mitglieder) vor Gericht, damit es wieder etwas mehr „Freiheit" zum Genießen geben sollte.
  • Während 4 Monaten haben wir keine Weltenbummler getroffen.
  • Gebots-Verbotsschilder sind maßlos übertrieben aufgestellt.
  • Lock it or loose it! Dieses Warnhinweisschild haben wir jedoch nur auf der Nordinsel gesehen. Negative Erfahrungen mit Langfingern haben wir aber auf beiden Inseln keine gemacht.
  • NZ hat 4.4 Millionen Einwohner und etwa 500´000 Boote.
  • Faszinierende Kiwis. Diesmal sind aber die Tiere gemeint. Wahrscheinlich kann auch nur in einer raubtierfreien Umgebung solch ein flugunfähiger, nachtaktiver, kleiner und sympathischer Laufvogel gedeihen.
  • Man muss nicht nach Asien, auch hier in Neuseeland begegneten wir asiatischen Reisegruppen in Campern, die im Konvoi fuhren, im Konvoi die Küche stürmten und im Konvoi ins Bad gingen. Vielleicht ändert sich deren manchmal sehr gewöhnungsbedürftiges Verhalten künftig positiv, durch die vom Staat lancierten Erziehungskurse (Wie haben sich ins Ausland reisende Chinesen dort zu verhalten).
  • Die Anzahl der Schafe verringerte sich....Viele Landbesitzer pflanzen nun Kiefernwälder an und halten Herden von Rehen und Hirschen auf ihren Ländereien um deren Fleisch mit gutem Gewinn exportieren zu können. Wildsaison und „Metzgete" lassen grüßen.
  • In der Rückblende hätten für uns drei Monate Neuseeland ausgereicht. Klimatisch waren die letzten Drei die angenehmeren.

Der Sinn des Reisens besteht darin, unsere Phantasien durch die Wirklichkeit zu korrigieren. Statt uns die Welt vorzustellen, wie sie sein könnte, sehen wir, wie sie ist."

Samuel Johnson (1696 - 1772)

Fotogalerie

Neuseeland: Oktober 2013 - Teil 1