Januar 2013

Karibik-Feeling in ThailandKaribik-Feeling in Thailand

Man(n) wird älter...

Meine Mutter wird dieses Jahr 90 Jahre alt. Ich werde Ende Jahr 65 und einer meiner „kleinen" Brüder feiert diesen Monat seinen 50-igsten.

Ich bin dankbar, dass ich den Übergang ins Pensionsalter fit und gesund in Angriff nehmen darf. Trotzdem ein paar Gedanken zum Älter werden.

Vor über 30 Jahren bereiste ich mit einem Kollegen Thailand. Damals riefen die Girls von den Strohhütten-Bars uns zu: „Darling, Darling". Heute sprechen sie mich mit Papa an!

Ich kann damit gut leben. Wichtig scheint mir, dass man(n) zu seinem Alter stehen kann und sich auch möglichst altersgemäss verhält.

Vor einigen Tagen standen wir am Meer. 2 Deutsch sprechende ältere weisshaarige Herren, der eine sogar mit „Rossschwanz", hielten neben uns mit ihren gemieteten Mopeds. Wie üblich hörten wir, Sie hätten eine Frage: Ob wir durch China gekommen seien? Ob es stimme, dass man einen Guide für China brauche? Ob man sich da auch eine Dame an einer Bar anlachen könne und diese dann als Guide mitnehmen könne? Ich war ob der masslosen Selbstüberschätzung der 2 alten Knacker so überrascht, dass ich nicht schlagfertig genug war, um ihnen zu sagen, dass ihre Ansichten so veraltet wie sie selbst seien, effektiv viel zu alt.

Am Ende der Regenzeit, zu Beginn der Badesaison wurden mir am Strand von einigen Flugtouristen verschiedenste Bauchformen vorgeführt. Dies hat meine Eitelkeit angestachelt. Ich habe dann in gut 2 Monaten mit FdH 13 KG abgenommen. Nun mache ich seit 2 Monaten auch in der Badehose keine Bierreklame mehr!

Pneu- und Markenwechsel

Seit Jahrzehnten war ich ein absoluter Michelin Geländereifen Fan. Auf LandRover und RangeRover fuhr ich ausschliesslich Michelin S. Auch auf unserem ersten Action Mobil, sowie bei Robusto wurden Michelin S bzw. XZL montiert.

Mein Enthusiasmus erhielt durch das inkulante Verhalten von Michelin Chile bei einem neuen, offensichtlich fehlerhaften Reifen aber einen Dämpfer.

Nun erfuhr ich von 2 verschiedenen Reisefreunden, welche beide von Michelin auf Continental gewechselt haben, dass sie mit ihren Conti sehr zufrieden seien. Für mich aber der absolut wichtigste Grund für den Markenwechsel ist die Zertifizierung der Continental für M+S ( Matsch und Schnee), welche in Europa teils zwingend verlangt wird.

Nun fahren wir seit dreihundert Kilometer auch mit Continental 14.00 R20 HCS. Der erste Eindruck ist der, dass sie wesentlich laufruhiger als die Michelin sind. Ob sie es bleiben, wird sich in der Zukunft herausstellen. Nachschneidbar wären sie auch. Durch den günstigeren Preis würde man auch eine etwas geringere Laufleistung akzeptieren.

Die Reifenmontage der 8 schlauchlosen Reifen war interessant und hat uns einen kleinen Einblick in einen Thai-Arbeitstag gegeben. Ohne meine tatkräftige Mithilfe und damit auch das Verhindern von sehr langen Ruhepausen dauerte die Montage trotzdem einen ganzen Arbeitstag. Damit die Reifen überhaupt ausgewuchtet wurden, musste ich recht heftig insistieren. Es war aber wichtig, musste doch bei einigen Reifen mit über 900 Gramm Blei kompensiert werden.

Der Gummi-Chef (Ansprechpartner) bei Continental Thailand hat wohl nicht eine grosse Erfahrung mit breiten, schlauchlosen LKW Reifen. Empfahl er uns doch, für die Montage der neuen Reifen die alten Dichtungsringe zu verwenden. Auch da haben wir uns durchgesetzt und den Montagetermin vom Eintreffen der bestellten, neuen L-Ringen abhängig gemacht. Einige unserer gebrauchten L-Ringe waren nach dem Entfernen der Reifen stark zerquetscht und daher unbrauchbar.

Unsere langwierigen administrativen Erfahrungen mit Michelin konnten wir bei der Bestellung der Continental sehr gut einsetzen und dieses haben für das gute Gelingen des Kaufs und der Montage beigetragen.

...auch unsere Kawi säuft nicht Alles!

Unser verlässliches Quadbike zeigte Krankheitssymptome - es stotterte. Vergebens suchten wir in Süd Thailand eine Kawasaki Vertretung, welche mit starken Motoren Erfahrung hat. In Phuket fanden wir eine Harley Vertretung. Wir sowie unsere 700er Kawi wurden seriös betreut. Ein super Mechaniker nahm sich unser „Kleinfahrzeug" vor, reinigte die Vergaser und stellte sie peinlichst genau ein. Öl, Filter und Zündkerzen wurden gewechselt und nun schnurrt oder brüllt, je nach Bedarf unsere Kawi wieder.

Den besonderen Sound überlassen wir aber nach wie vor den Harley Fahrern.

An den Krankheitssymptomen unseres Nahverkehrsmittels war ich nicht ganz unschuldig. Hier in Thailand gibt es 91er, 92er und selten auch 95er Benzin.

Da ich aus Europäischen Verhältnissen ableitend die höhere Zahl für den besseren Sprit hielt und entsprechend tankte, bin ich reingefallen. Für Mopeds und Töff`s ist nur der 91er wirklich geeignet.

Dies gibt mir aber eine gute Überleitung, um etwas Werbung für unseren Robusto mit Euro 3 Motor zu machen. Er ist eigentlich ein „Allessäufer". Wir haben mit ihm weder in extremen Höhen, extremster Kälte, noch mit schlechtem Diesel in Südamerika noch in Asien die geringsten Probleme gehabt. Sofern nur schon ein Teil der Probleme von den neueren Motoren stimmen, von welchen wir hörten oder im Internet gelesen haben, dann schüttelt es uns vor Dankbarkeit und Freude... über unseren unproblematischen Euro 3!

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Singapur & Thailand: Januar 2013