April 2014

12 Mile Beach12 Mile Beach

Badehosen in Australien

Sogenannte Badehosen werden in Australien nicht nur zum Baden und am Strand getragen. Nein, der Australier trägt sie fast überall. Beim Einkaufen, beim Bankbesuch, auf dem Sonntagsausflug, beim Werken und dabei noch passend hohe Schuhe mit Stahlkappen Einlagen. Sieht lustig aus. Das Ganze immer mit einem T-Shirt, das fast immer eine Botschaft von dessen Träger übermittelt.

Nicht verwunderlich, dass wir weltweit noch nirgends eine solche Vielfalt von Badehosen gesehen haben.

Die meisten davon enden wie Shorts kurz über dem männlichen Knie. Sobald man am Strand jemanden mit Slip ähnlichen Badehosen sieht, kann man darauf wetten, dass der Träger ein Tourist ist.

Damit die „Badehosen" alltagstauglich sind, haben sie mindestens zwei Seitentaschen, meistens auch eine Gesässtasche. Sehr oft mit Reissverschluss.

Kürzlich habe ich zwei neue australische Badehosen erstanden. Die eine hatte auch noch etwas typisch Australisches. In der hinteren rechten Gesässtasche an einem Gummiband befestigt einen flachen Flaschenöffner.

Haie

Wir meinen nicht die, welche mit Geld zu tun haben, sondern diejenigen welche im Meer schwimmen. Von den Australiern hört man die verrücktesten Storys über Haie. Was soll man glauben, und was sind Fischermärchen.

Beispiel: Wir stehen über eine Woche am Strand der Warroora-Station. Am weitläufigen Sandstrand campen einige Familien in ihren Caravans. Ein Australier, welchen wir 2 Wochen vorher 800 Km südlicher getroffen hatten, begrüsste uns und warnte, gestern sei ein gefährlicher Bullshark nahe am Ufer zwischen zwei spielenden Kindern durchgeschwommen. Der Vater hätte mit Campingstuhl den Haivertrieben. Wir staunten aber anderntags nicht schlecht, als die beiden Kinder wohl wieder an derselben Stelle schwammen. Bootsbesitzer zogen ihre Nachkommen unbekümmert auf Luftmatratzen und anderen Sportgeräten im Wasser hinterher und ganze Familien genossen das Baden in der Bucht.

Angeblich hat es in dieser Region um das Ningaloo Riff viele Haie. Es schnorcheln aber täglich hunderte von Menschen. Eine Australierin hat uns erzählt, dass in den letzten paar Jahren hier keine Hai Attacke auf Menschen stattgefunden hat.

Dies beruhigt, aber lässt uns beim Baden oder Schnorcheln doch mal rundum schauen!

Na ja, wir fahren ja auch Auto und sind auf den Strassen unterwegs!

Valet Parking

In Neuseeland hat fast jeder Erwachsene ein Boot, und in Australien wohl fast jede Familie einen Zeltanhänger oder Wohnwagen, genannt Caravan. Sehr oft ist irgendwo auch noch ein Boot aufgeschnallt oder angehängt.

Die Australier sind gnadenlos und fahren mit diesen sehr oft überladenen Fahrzeugen an die unmöglichsten Orte.

Die wahren Offroader beschränken sich meistens auf einen 4x4 Pickup mit raffiniertem Kastensystem und aufgeschnalltem Alu-Boot.

Nun gibt es aber auch die Andern. Riesige zweiachsige Caravans mit dem gesamten Wohnungshaushalt darauf. Amerikanische oder alte Wohnmobile mit an der Stange angehängtem SUV. So sind dann viele ein Jahr oder mehr in Australien unterwegs. Diese alle kennen aber ihre Fahrzeuge und können meistens sehr gut damit umgehen.

Nun bleibt noch die Gruppe der grossen Caravans mit den Fahrern mit wenig Fahrtraining.

Leute, welche wenig Zeit haben und ihr Gespann nur in kurzen Ferien oder über ein verlängertes Wochenende benutzen können.

Auf den geteerten Anfahrtstrecken zu einem tollen Camping reicht das Fahrkönnen noch aus. Wie schon einige Male beobachtet, überlassen sie aber dann das rückwärts Parkieren zwischen Bäumen mit den grossen Teilen einem geschickteren Mitarbeiter des Campingplatzes.

Ostern im Nationalpark

Mit dem Wissen, dass 2 Wochen Schulferien und die Feiertage sind, haben wir uns ohne Reservierung eines Campingplatzes Richtung Exmouth bewegt. Im Cape Range National Park gilt ein ganz spezielles Reservierungssystem. Von Australiern wussten wir, dass man entweder im Internet einige Plätze im Voraus reservieren und bezahlen kann, oder man sich am morgen früh, so ab 4 Uhr in eine Warteschlange vor dem Nationalpark-Gate einordnen kann, wo dann ab 08.00 Uhr die eventuell frei werdenden Plätze vergeben werden.

Wir hatten Schwein. Auf der Touristinfo in Exmouse erfuhren wir, dass es im Ort eine Anlaufstelle gibt, bei welcher man nachmittags nach freien Plätzen fragen kann. Die Dame dort erklärte uns, dass sie per Funk nachfrage, wir aber bei einem freien Stellplatz in anderthalb Stunden 74 KM südlich dort sein müssten. Kein Problem. Wir waren dort auf einem unserer Wunschplätze Pilgramunna und Brigitte schaffte es, beim dortigen Caretaker 3x jeweils um einen weiteren Tag zu verlängern.

Wir erforschten mit dem Nissan und unseren Schnorchel Ausrüstungen einige der Beaches entlang des 60 Km langen Nationalpark Strandes. Einfach zauberhaft.
Das Ostereier suchen überliessen wir euch!

Fotogalerie

Australien: April 2014