April 2016

Addo Elephant NationalparkAddo Elephant Nationalpark

Einreise Südafrika

Was immer an Informationen herumgereicht wird, welche manchmal ja auch stimmen…
Wir konnten nach sieben Monaten von Mosambik her kommend wieder problemlos das wiederholte Mal in Südafrika einreisen und haben erneut drei Monate Aufenthalt mit einem Touristen Visum zugesprochen bekommen. Dies ist das Einzige, was uns nützt und wir dafür auch dankbar sind.
Nach dem eher nicht immer so einfachen Reisen und stehen in Tansania, Malawi und Mozambique kommt uns Südafrika wieder wie das Paradies auf Erden vor. 

Mistkäfer "flightless dung beetle"

Natürlich sind die Elefanten die dominierenden Tiere des Addo Elephant National Parks. Besondere Attraktion sind aber auch die unter Schutz gestellten Pillendreher.

Diese unscheinbaren flugunfähigen Käfer sind in Südafrika fast nur in diesem Park zu finden. Mit maximal 50 Millimeter Länge sind sie die kleinsten Tiere, die dort unter Schutz stehen. Die flügellosen Insekten mit ihren schwarzen Panzern wittern frischen Elefantenkot, der energie- und nährstoffreich ist, aus grossen Distanzen.
Die kleinen Käfer sind Akrobaten: Sie balancieren auf großen Kugeln; rollen einen Dung Ball vor sich her; selbst gedreht aus Elefantenmist; deshalb auch der Name Pillendreher.
Aus Respekt vor diesen kleinen, arbeitsamen und nützlichen Käfern umrundet man Elefanten Dung sowie selbstverständlich die Käfer selber beim Befahren der Pisten.  

Der Dung wird auch als Brutstätte für den Nachwuchs verwendet. Die Pillendreherin fertigt zunächst aus frischem Mist einen Brut Ball; drei bis viermal so groß wie sie selbst. Dann stellt sie sich auf die Vorderbeine und rollt ihn kopfüber im Rückwärtsgang über sämtliche Hindernisse. Das Männchen folgt ihr dabei unauffällig. Bei dieser Kräfte zehrenden Arbeit muss sich das Weibchen bisweilen noch zusätzlich Fressfeinden wie Vögeln und Echsen erwehren.
Die Kugel wird dann in einer unterirdischen Brutkammer vergraben. Danach kommt es zur Paarung. Das Ei reift im Brut Ball zur Larve, und die wiederum frisst sich durch den getrockneten Elefantenmist von innen nach außen. Die verdaute Pflanzennahrung düngt wiederum den Boden. Ein perfektes Recycling-System.

 Vorsicht Mistkaefer Mistkaefer Maennchen diskret im Hintergrund Mistkaefer Akrobatin

Globi getroffen

mit seinen Bewohner Peter und Gabi - www.pegasus-unterwegs.ch.
Seit Jahren besteht ein angenehmer, loser Mail Kontakt mit Peter. Nun sind wir in Südafrika zuerst mal aneinander vorbei gefahren und haben uns dann mit je 250 KM zurückfahren in Buffalo Bay getroffen. Wir waren sehr gespannt, auf die Beiden, wie auch auf  Globi, ihr neu gebautes Fahrzeug. Viele gemeinsame Interessen und ähnlich Erlebtes in der Vergangenheit, als dass wir uns nicht sofort gut verstanden hätten!

Globi ist im Vergleich zu Robusto eine neue Generation eines großen 6x6 Expeditionsfahrzeuges. Ausgestattet mit viel raffinierter Technik. In seinem Innern wurde mit verschiedenen Materialien ein sehr persönliches Wohnambiente geschaffen. Das Fahrzeug lässt keine Komfort Wünsche offen.
Im Speziellen schätzten wir Abends die gemütliche Wohnstube. So starken Wind wie auf Buffalo Bay hatten wir zum Glück vorher wie nachher in Afrika noch nie. Wäre für das Reisen mit Trailer und aufgestelltem Vor-Zelt nicht so angenehm.
Wir wünschen Gabi und Peter mit ihrem Globi viele positive Abenteuer und freuen uns auf ein Wiedertreffen, wo immer.

 pegasus ontour Peter und Gabi mit Globi  

Holzimitation

Was wie Holz aussieht, ist nicht immer Holz!
Dies wurde Brigitte zum Verhängnis und führte zum Verlust einer Bratpfanne. Sie benutzte eine wie Holz aussehende Tisch-Bank Kombination zum kurzen Hinstellen der noch heissen Bratpfanne. Aus dem kurzen Hinstellen wurde ein dauerhaftes Klebeobjekt. Der Tisch war aus irgendeinem Kunststoff in Struktur und Farbe Holz täuschend ähnlich aussehend gegossen.
Nimmt mich wunder, wer das Kunstwerk nun bei sich stehen hat. Ich brachte es nicht fertig, die Pfanne wieder frei zu bekommen!

 Pfanne dauerhaft abgestelltPfanne dauerhaft abgestellt

Erfahrungen mit 4x4 PKW mit Offroad Trailern in Australien und Südafrika

Nun können wir bereits auf 50'000 KM gefahren mit Nissan Patrol 4.2 TDI mit Offroad Trailer Ultimate in Australien und
15 000 KM gefahren mit Discovery 4 mit Offroad Trailer Conquerer Commander sowie
35 000 KM gefahren mit LandCruiser DC V8 mit Offroad Trailer Conquerer Companion gefahren in Südafrika/Namibia/Botswana/Sambia/Malawi/Tansania/Mozambique zurück blicken.

Landcruiser mit Conqueror Trailer Nissan mit Ultimate Trailer

Vorteil:
Gewicht ist auf zwei Fahrzeuge verteilt: mehr Platz und Stauraum: Gespann wird als PKW bewertet: nur sehr selten Restriktionen: für wirkliche 4x4 Tracks normale Spurbreite.
Trailer kann irgendwo als Basis abgestellt werden und man darf und kann mit dem Zugfahrzeug unbehindert fahren.
Gut zugängliches, grosses Bett. Man lebt mehr draussen. 

Nachteil:
Weniger handlich: Einrichten, im speziellen Aufstellen und Abbrechen der Vorzelte ist mit Arbeit verbunden; für kalte Kontinente nicht geeignet.

Zusammenfassung:
Wir haben die vielen Jahre fahren mit und Leben auf Robusto sehr genossen. Im speziellen während den 5 Jahren in Südamerika fühlten wir uns beim Fahren noch recht unbehindert und frei. Später ärgerten wir uns zunehmend über die vielen Gewichts- und Höhen- Beschränkungen sowie LKW Fahr-Verbote in den Städten in Europa wie in Asien.

Das vereinfachte Reisen mit wesentlich kleineren Fahrzeugen, mit viel weniger Risiken und Nachteilen bei der Routenwahl in Neuseeland, Australien sowie Afrika mit seinen vielen Nationalparks hat uns trotz Einschränkungen in Sachen Wohnkomfort überzeugt. Weniger vorhandene Technik muss auch nicht gewartet werden und kann nicht kaputt gehen. Den Fahrspass mit Robusto im Gelände ist das Einzige, was ich manchmal etwas vermisse.

Beim nächsten Kontinent Wechsel anfangs 2017 tendieren wir aber wieder auf etwas mehr komfortablen, geschützten Wohnraum im Fahrzeug. Voraussichtlich entscheiden wir uns für einen praktisch und gut ausgebauten, kleinen 4x4 Kastenwagen. Wir werden alle Nachteile des nur noch 3‘500 KG wiegenden Fahrzeuges in Kauf nehmen, mit dem Wissen, dass wir dadurch wesentlich grössere Freiheiten beim Fahren weltweit haben werden.

Simplify your life! –für uns sind wir auf dem richtigen Weg.

Fotogalerie

Südafrika: April 2016