Unterwegs im Südlichen AfrikaUnterwegs im Südlichen Afrika

Südafrika - Namibia - Botswana - Zimbabwe

6 Monate war ich mit Edy und Brigitte im Süden des Schwarzen Kontinents unterwegs:
gebirgig und rau in Lesotho, flach und trocken in der Kalahari und den Makgadikgadi Pans, mediterran und mild am Kap, mal heiss, mal eisig kalt in der Namib-Wüste, feucht im Okavango-Delta, tropisch schwül am Indischen Ozean und am Sambesi.
Gemeinsam machten wir die Bekanntschaft faszinierender Menschen aus verschiedenen Kulturen und einer vielfältigen Tierwelt.

Zürich-Johannesburg: 11 Stunden Flugzeit, 2h vorher Einchecken und 2h Papierkram bei der Ankunft. Alles ist dank der Vorbereitung mit Frachtbehörde, Veterinäramt usw. sehr gut und reibungslos verlaufen. Ich fühlte mich etwas müde und wirkte als American Staffordshire Terrier eher ruhig.

Unser Expeditionsmobil - ein MAN, 10 Tonnen, 4x4, 1500km Autonomie, geländegängig ausgerüstet - holten wir im Frachthafen von Durban ab.
Das Abenteuer konnte beginnen: 25 000km, 6 platte Reifen und diverse kleinere Pannen, die Edy selber beheben konnte.

Ich lasse mir den Wind mit den verschiedensten noch neuen Gerüchen um die Nase wehen, sitze im Führerhaus zwischen meinen Tour-Guides und halte stets ein waches Auge auf die Beiden. Schlaf fand ich tagsüber darum kaum, aber nachts konnten mich Bäume-ausreissende Elefanten, grasende Hippos, heulende Hyänen, nicht mehr vom Schlaf abhalten.

Ausweiskontrollen gab es für mich nur an den Grenzen. Da habe ich sogar die Grenzübertritte beschleunigt, traute sich doch kein schwarzer Zöllner zu mir in′s Auto.

Viel Zeit zum Entspannen nehmen wir uns an den Stränden der Garden Route, an den Epupa Falls im Kaokoveld-Namibias (Grenze Angola), in der grössten Salzpfanne Botswanas (500km2) und am Kariba Lake (ein Stausee mit ca. 150 Milliarden m3 Wasser und tausenden darin sich tummelnden Krokodilen). Nichts ist schöner, als die ungeteilte Aufmerksamkeit von meinen Besitzern, spielen und faulenzen.

Nicht bewegen - keine Anstrengungen! Mit einem wassergetränkten T-Shirt meines Chefs ertrage ich die 55Grad Hitze im Schatten. Der Fish-River-Canon ist atemberaubend schön, aber an Laufen und Gassigehen denke nicht einmal ich bei diesen Temperaturen. Es ist äusserst mühsam auf dem heissen Sand und den Steinen zu laufen. Kaum wurden die Temperaturen nachts etwas erträglicher, kam doch schon wieder die Sonne am Horizont hoch.

Die Besuche der Nationalparks in meiner Begleitung waren natürlich strengstens verboten. Als gut erzogener, schlauer Kerl verhielt ich mich im hinteren Teil unseres Fahrzeuges bei den Parkeingangskontrollen ruhig. Der Beobachtung der schönsten und wildesten Tiere stand dadurch nichts mehr im Wege. Bellen absolut verboten! Ein Angriff einer ca. 80-köpfigen Pavianherde liess uns jedoch von dem Vorhaben, die Nacht in diesem Park zu verbringen, absehen.

Noch viele andere Abenteuer haben wir gut überstanden und sind daher bereits wieder an der Planung einer nächsten Reise.

Amigo
The Woodlane Gang′s Adam

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