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Waypoints

Chile: Playa las Machas, Nationalpark Llano de Challe & Copiapoa


Februar 2026

Playa las Machas

Playa las Machas

Es war Wochenende, und entsprechend viele Einheimische bevölkerten die beliebte Playa.
Wir stellten uns abseits der grossen Zeltansammlungen seitlich einer weichsandigen Piste. Nach einer eher unruhigen Nacht sassen wir im Sprinter beim Frühstück, als ein rostiger Kastenwagen in unmittelbarer Nähe im Weichsand absoff.

Spuren im Sand

Dann war Live-Show angesagt:
Zuerst wühlte sich der Fahrer des zweiradgetriebenen Fahrzeugs durch extremes Gas geben so richtig rein. Dann entstiegen dem Fahrzeug neun schwere, bis viel zu schwere Männlein und Weiblein. Dann wurde richtigerweise mit den Händen eine Spur für die Räder freigeschaufelt. Es schoben aber nur drei bis vier Leute gleichzeitig. Wir trauten unseren Augen nicht, als vorne und hinten gleichzeitig geschoben wurde. Diese Aktionen hatten zur Folge, dass sich das Fahrzeug nach nicht mal einem Meter Bewegung wieder tiefer eingewühlt war.
Nach mehrmaligen, kümmerlichen Versuchen wurde die Taktik geändert, und hergeholtes Meerwasser in die Spur geleert. Ohne Erfolg.
Da einige Pickups von Einheimischen in erreichbarer Nähe campierten, hielten wir uns aus der Sache raus.
Nach vielen hilflosen Befreiungsversuchen erbarmte sich ein Ford Pickup Fahrer mit seinem starken V8 Motor der hilflosen Gruppe, und zog das Fahrzeug raus.

2026 02 Chile 52

Gut gemeint…

Neben uns an der Bucht hatte eine dreiköpfige Familie ihr Zelt aufgestellt. Kurz darauf mit grosser Rauchentwicklung brannte ein kleines Camp-Feuer, und die Frau backte auf ihrem Grillrost ein Brot.
Am späteren Abend klopfte es an unserer Tür, und unsere nette Nachbarin überreichte uns zwei Stück vom selbst gebackenen Brot. Wir unterhielten uns über woher und wohin. Sie erzählte von ihrem Grossvater, welcher aus dem Französisch Schweizer Grenzgebiet stammte. Es war eine angeregte Unterhaltung.
Am Morgen darnach freuten wir uns auf das Brot. Es war leider völlig ungeniessbar. Aussen eine schöne, leicht angebrannte Kruste. Innen aber eine klebrige, klitschige nicht aufgegangene, teils harte Masse.
Schade! Aber es war gut gemeint.

2026 02 Chile 31

Atacama Camping

Nach 5 Wochen wild Campieren steuerten wir einen Campingplatz in Huasco an. Brigitte wollte Wäsche in einer Maschine waschen.
Ein junger Volunteer führte uns für eine Einweisung kurz herum. Der Platz war eine riesige Katastrophe. Eine grosse Waschmaschine war in einem kleinen, verdreckten, mit Schmutzwäsche überladenem Raum untergebracht. Die Wäschetrommel sah schlimm aus.
Die Camping- und Hütten- Gäste waren in einem grossen Gemeinschaftsraum am Essen des im Übernachtungspreis inbegriffenen Frühstück. Auch da verging einem beim Hinschauen der Appetit.
Toiletten und Duschen, nein danke.
Da wir das Fahrzeug sicher abstellen wollten, um mit Uber einzukaufen, blieben wir für eine Nacht dort. Wäsche waschen war gestrichen und Frühstück gab es aus unserer Bordküche. Für unser WC mit Dusche in unserem Wohnmobil waren wir einmal mehr sehr dankbar. Fotografiert haben wir nicht!

Kakteen

Heiliger Parkplatz

In Pichidangui campierten wir mehrere Nächte. Zuerst auf einem großen Parkplatz neben einer Kirche mit guter Aussicht auf das Meer und in den großartigen, danebenliegenden Park mit verschiedenen Kakteen und Blumen.
Am 2. Tag kam ein weißhaariger, alter Kirchenfan und sagte uns, wir dürften hier nicht stehen. Wohlverstanden, die Kirche war ganztags geschlossen, und die 30 bis 40 Parkierenden waren Parkbesucher.
Wir erklärten dem Herrn, dass die Polizei gestern mehrmals auf Kontrollfahrt durchgefahren sei, und uns nicht beachtet hätte.
Brigitte bat ihn, um die Situation zu klären sollte er doch die Polizei rufen. Er fotografierte uns noch und zog ab. Da ich nachher beim Spazieren noch einen schöneren Platz sah, parkierten wir später um.
Wir hatten Sicht auf das Meer und den 300 Meter entfernten Kirchen Parkplatz. Keine Stunde später stellte sich ein riesiger, chilenischer Camper auf unseren so genannten verbotenen Platz.
Nun hatte der griesgrämige Kirchgänger wohl wieder etwas zu tun!
Von unserem neuen Standplatz sahen wir auch auf die dem Strand entlangführende Piste mit angrenzenden Ferienhäusern. Dank vielen Abfallstationen ist der Ort um einiges sauberer wie viele andere Orte in Chile.
Wir glaubten unseren Augen nicht: auf der Piste kamen drei freilaufende, wilde Pferde dahergelaufen. Eines dieser Pferde hob mit dem Maul jeweils den Deckel der holzigen Abfallbehälter und alle drei zerfledderten die Abfallsäcke, und genossen die ihnen zusagenden Speisereste.

Wasser tanken

Wassertanken in der Atacama Region

Im speziellen von La Serena nördlich über rund 1‘500 Km an der Küste ist Süßwasser eine Rarität. Meistens hat es aber an größeren Tankstellen sogar einen Trinkwasseranschluss. Normalerweise füllten wir da unseren Gebrauch-Wassertank wieder auf. Eine Alternative war, in größeren Orten bei einem Wasser-Aufbereiter vorbeizufahren, und den Tank mit gekauftem Wasser aufzufüllen. 100 Liter für 12 Franken. Da wir auf unserer Reise Trinkwasser sowieso immer in Flaschen kaufen, wäre dies sogar eine sehr preiswerte Lösung.

Nationalpark Llano de Challe

Nationalpark Llano de Challe

ein einzigartiges Erlebnis mit einer beinahe magischen Landschaft einer endemischen Flora und Fauna mit Guanakos und Zorros.
Der Küstennebel, bekannt als Camanchaca, sorgt für ausreichend Feuchtigkeit und so für eine floristische Vielfalt. Über 220 Pflanzenarten besiedeln dieses Gebiet, davon sind 206 in Chile heimisch und 14 endemisch, also ausschließlich in dieser Region. Der Park ist nicht nur ein Refugium für Pflanzen, sondern auch für Wildtiere. Zu seinen Bewohnern zählen auch viele Vögel.

Copiapoa

Copiapoa

ist ein im Nationalpark Llano de Challe endemischer Kaktus und eine der repräsentativsten Arten des Nationalpark Llano de Challe.
Die Copiapoas wachsen in der Regel kugelförmig oder säulenförmig. Außerdem sind diese Pflanzen in der Regel klein und wachsen langsam. Ihre Oberflächen sind mit gebogenen oder bürstenförmigen Stacheln verziert.
Einige Arten wachsen einzeln, sodass man nur einen einzigen Stamm findet, während andere in Gruppen wachsen. Einige Arten sehen grün und blau aus, während andere sehr aschfarben sind. Die glockenförmigen Blüten sind meist klein und können je nach Art von weiß über gelb bis rot sein.
Diese Pflanzen haben eine große Wasser Speicherkapazität und können längerer Dürreperioden überleben und trotzdem blühen.
Es sind sehr schöne Pflanzen, die viele Jahre lang leben. Sie wachsen so langsam, dass es tatsächlich sehr schwierig ist, ihr Alter zu bestimmen, aber Experten schätzen, dass sie Hunderte von Jahren alt werden. Aus diesem Grund geht man davon aus, dass einige der Exemplare, die eine Größe von einem halben Meter erreichen, zwischen 300 und 500 Jahre alt sein könnten.

Illusionsmalereien1

Wand - Illusionsmalereien in Antofagasta

Das Wandgemälde des Künstler Luis Nunez mit dem Titel: Ein Bahnhof mit Helden der Geschichte von Antofagasta. Es versetzte uns in eine Szene aus dem Jahr 1900 während der Salpeterzeit. An der Fade sind symbolträchtige und bedeutende Persönlichkeiten der nordchilenischen Geschichte abgebildet. Wir waren begeistert.
Für Interessierte: 3D Strassenkunst Tracy Lee Stum, Antofagasta: https://tracyleestum.com/3d-street-painting-for-3m-in-chile/

Photos

Fotogalerie