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Peru: Santa Catalina & Petri Heil!


Januar 2026

Kloster Santa Catalina 35

Santa Catalina - "für Gott und das Himmelreich"

Das Kloster Santa Catalina in Arequipa gegründet 1579 ist ein historisches und architektonisches Meisterwerk, das einen tief in die Geschichte der Stadt eintauchen lässt.
Das Kloster wurde als Internatsschule für Töchter reicher spanischstämmiger Familien, die von den Nonnen unterrichtet wurden, gegründet. Die Tradition zu jener Zeit sah vor, dass jeweils die 2. Tochter "für Gott und das Himmelreich" ins Kloster gehen musste. Wenn sie Chorschwestern werden wollten, war dem Kloster eine Mitgift in Höhe von etwa 150 000 Franken heutigem Wert und aufgelistete Kunstgegenstände zu übergeben.

Santa Catalina beherbergte zeitweise bis zu 150 in Klausur lebenden Nonnen und 300 Bedienstete.
Im Jahre 1871 wurde das Kloster reformiert und die üppigen Aussteuern nach Europa zurückgesandt, Dienstboten entlassen, Sklavinnen erhielten die Freiheit. Die Nonnen stellte man vor die Wahl, entweder künftig als Schwestern im Konvent zu leben oder aber das Kloster zu verlassen.


Das Kloster als heutiges Museum, gibt mit gut erhaltenen Zellen, Küchen und beeindruckenden Kunstwerken einen Einblick in das Leben der Nonnen zu jener Zeit. Schöne Wandmalereien, ziegelgemauerte Bogengänge, kleine Gärten, Kunstwerke und Einblicke in das damalige Klosterleben wechseln sich ab. Wir konnten durch die engen, verwinkelten Gassen, farbintensiven Plätzen des 20.000 Quadratmeter großen Klosters herumschlendern.
Heute leben noch etwa 25 Nonnen in einem abgegrenzten Bereich und pflegen auch Kontakte nach außen.

Peru 45

Verkehr in Peru

Ein zu großer Anteil der Fahrzeuge sind leider nur beschränkt verkehrstauglich, und dazu meistens noch überladen. Tanklastwagen und schwer beladene Minenfahrzeuge sind bergauf logischerweise oft sehr langsam unterwegs. Dies führt zu langen Konvois. Das hindert leider einige kopflose Autofahrer nicht, an unübersichtlichen, sehr gefährlichen Stellen zu überholen. Nach einer Viertelstunde sind diese dann in derselben Kolonne um ein paar Plätze vorgerückt. Wie man aber an den vielen zertrümmerten Autowracks und Unfallkreuzen sieht, schaffen es nicht Alle.

Peru Abfall

Abfall Misere in Peru

Wir waren in Sachen Abfall von Chile schon Einiges gewohnt. Peru übertrifft aber bei weitem im Negativen alles. An Straßenrändern, Parkflächen, Stränden einfach überall liegt Abfall. Vor allem Plastik Leergut, vom Wind verweht! Alles, was man irgendwie entsorgen kann, liegt hier herum. Eine riesige Katastrophe.

Peru 55

Kommunikation unter Reisenden

Wir standen seitlich einer kleinen, abgelegenen Piste, welche zu einer Meeres Bucht runterführte. Hatten eine gute Sicht auf das Meer und die Brandung und gedachten dort zu übernachten.
Nach kurzer Zeit rumpelte ein alter Defender mit deutschen Kennzeichen Richtung Wasser vorbei. Eine Viertelstunde später fuhr er bergwärts, ohne anzuhalten wieder von Dannen.
Wir verstehen die Reisewelt nicht mehr! Sind nur noch Abenteurer=Reisende unterwegs, die iOverlander Plätze anfahren und ausschließlich über Facebook kommunizieren!

edy fischen

Petri Heil!

An der Camarones Bucht in Chile standen wir für einige Tage und schauten den Vogelschwärmen und Seelöwen zu. Täglich kamen einige Sportfischer vorbei, die stundenlang mehrheitlich sehr erfolgreich fischten.
Dies animierte mich, meine zwei kleinen, ausziehbaren Fischerruten nach sehr langer Zeit wieder mal zu benutzen.
Die Einheimischen fischten ausschließlich mit sehr langen Ruten. Mit meinen zwei kurzen Ruten war ich zum weiten Hinauswerfen in die Brandung etwas benachteiligt.
Desto trotz fing ich in zwei Stunden drei respektable Fische. Für das Nachtessen war gesorgt.
Am darauffolgenden Tag, zur Freude von Brigitte wollte ich es nochmals wissen und fischte von einem kleinen, am Ufer stehenden Felsen aus. In kurzer Zeit hatte ich wieder zwei Prachtexemplare reingezogen.
Diese legte ich in den mitgebrachten Plastikeimer, welchen ich mit meinen Crocs Schuhen etwas erhöht im Sand deponierte.
Oh, Schreck lass nach, kurze Zeit später sehe ich aus dem Augenwinkel wie mein Plastikeimer und ein Schuh von den Wellen ins Meer gezogen werden. Mit viel Glück konnte ich Eimer und Schuh aus dem Wasser retten. Meine Fische waren aber zurück in ihrem Element verschwunden.
Dank meines Fangerfolges durfte Brigitte aber dann weitere Fische filetieren. Ende gut, Alles gut - Petri Dank!

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